Nach der Flut – Vanessa wohnt mit ihrer Familie im Container

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Von Autor/in Theresa Berwian, Julius Bauer

Familie aus Mutter, Vater und Tochter vor ihrem Wohncontainer
Vanessa wohnt mit ihrer Familie vorübergehend in Wohncontainern.
Werdende Mutter in ihrer Containerküche
Sie sind dankbar in ihrem Ort bleiben zu können und für die vielen Spenden.
Wohncontainer in einem Überflutungsdorf
Ein Jahr lang plant die junge Familie in den Containern zu bleiben, bis ihre Wohnung wieder bezugsfertig ist.

Dank der Container kann jeder, der in Marienthal bleiben will, auch hier wohnen bleiben.

Plötzlich hat Vanessas 13-jährige Tochter sowas wie ihre erste eigene Wohnung: Im ersten Stock des kleinen Container-Hauses hat sie ihr eigenes Reich. Unter ihr die zwei Container für Vanessa und ihren Lebensgefährten. „Mit Teppichen und Blumen habe ich das auch schon ein bisschen schön gemacht“, sagt Vanessa.

In einem der Container ist eine kleine Kochecke und das Bad mit Dusche und Toilette. Daneben schläft Vanessa und hier ist auch alles bereit für das Baby. Denn Vanessa ist schwanger und erwartet in den nächsten Wochen ihr Kind. „Viele Babysachen hatte ich noch auf dem Dachboden, aber ich habe auch sehr viele Sachen gespendet bekommen“, erzählt sie. Von Leuten, die Vanessa gar nicht kennt, kamen plötzlich Pakete mit Babyklamotten, Windeln oder Spielsachen. „Am Wochenende haben wir plötzlich einen Fernseher bekommen – inklusive Satellitenschüssel, einfach so.“

Neben ihr gibt es einen weiteren Container für Vanessas Mutter und auf der anderen Seite wohnt eine weitere Familie. „Erstmal ist geplant, dass wir ein Jahr im Container bleiben und dann können wir hoffentlich zurück in unsere Wohnung.“ Vanessa wohnt in Marienthal, ein Ort mit gerade mal etwa 100 Einwohnern. Die Wohncontainer seien eine gute Notlösung, denn so könne jeder, der will, in Marienthal bleiben. „Auf der anderen Straßenseite bin ich geboren und ich bleibe auch hier. Ich gehe auf keinen Fall weg aus Marienthal.“

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