In einer Zeit, wo die Konkurrenz durch Fernsehen und Video groß ist, ein Kino zu übernehmen und noch mal umzubauen und zu sagen: ‚Jetzt starten wir noch mal durch!‘ – Da habe ich großen Respekt vor.
Beinahe ein Jahr lang haben Hanna und ihre Schwester Katharina nun die Leitung des Kinos „Eifelbühne“ von ihren Eltern übernommen. Dieser Weg wurde ihnen praktisch in die Wiege gelegt, denn bereits 1943 wurde das Kino von ihrem Großvater gegründet. Die Schwestern wuchsen im Kino auf, seitdem die Eltern in den 1990er-Jahren die Leitung übernahmen. Und jetzt sind die Schwestern selbst an der Reihe.
Für uns war das nie ein Traum, denn es war ja einfach da. Für uns war das immer ganz normal.
Dennoch hätten die Schwestern nie Druck erfahren, in den Spuren ihrer Eltern zu folgen. Das Interesse an Film und Kino entwickelte sich automatisch. So studierte Hanna Filmwissenschaft und arbeitete bereits in der Leitung anderer großer Kinos. Katharina hat es an die Filmhochschule verschlagen und sie arbeitete anschließend als Filmausstatterin.
Was motiviert die beiden, sich dieser neuen und doch altbekannten Aufgabe anzunehmen?
Für Hanna sind es die Momente, wenn Menschen den Saal verlassen, sich freuen und bedanken, dass sie einen schönen Film gesehen und einfach einen schönen Nachmittag verbracht haben. Katharina ergänzt: „Es wäre einfach für einen selbst fast nicht zu ertragen, wenn wir das Kino zumachen würden.“
Mehr Heimat
"Babys sind der kleinste Teil meiner Arbeit”
Anna aus Stuttgart ist freiberufliche Hebamme und Trauerbegleiterin in Teilzeit. Zu ihrem Job gehören Termine wie Babybaden genauso wie Gespräche mit Frauen, die gerade ihr Kind verloren haben. Ein Job mit viel Emotionen, Verantwortung, Dankbarkeit und Frust.
„Wir sind alle näher an einer Behinderung als von einer weg” – Cary setzt sich für Barrierefreiheit ein
84 Menschen aus ganz Deutschland diskutieren über das, was sie bewegt. Das ist das ARD Dialog-Projekt „Was Deutschland verbindet”. Cary aus Tübingen ist dabei, ihr Herzensthema: Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderung.
„Dass man bei einer Geburt so sterben könnte, habe ich nicht realisiert.“ Jennys Gebärmutter ist bei der Geburt ihrer Tochter gerissen
Jenny aus Stuttgart hatte bei der Geburt ihrer zweiten Tochter eine Uterusruptur: Ihre Gebärmutter ist gerissen. Sie berichtet über die Geburt und warum sie das Leben heute feiert.
Erzähl uns Deine Story
Du kennst jemanden, dessen Geschichte wir unbedingt erzählen müssen oder Du hast selbst etwas zu erzählen? Dann sende uns einen Hinweis.