Es hätten auch andere verdient, die ehrenamtlich sehr viel machen. Aber mich hat es jetzt getroffen.
Helmut, der heute 85 Jahre alt ist, wird in der Kriegszeit geboren und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Damals lernt er das Schwimmen am Hochrhein in seiner Heimat Waldshut-Tiengen.
Helmut arbeitet als Schlosser auf Montage, bis er mehr Zeit mit seiner Familie möchte
Nach seiner Ausbildung zum Schlosser ist Helmut viel auf Montage. „Ich habe geschaut, dass ich raus kann. Freiheit, Herausforderungen: Das habe ich geliebt.” 1974 ist Helmut dann beruflich in Taiwan. Von dort ruft er seine Frau Friedel an und sagt ihr, sie soll nach einem Job zu Hause suchen: „Unser Sohn war zwei, unsere Tochter drei Jahre alt. Ich sagte, mein Vagabunden-Leben ist zu Ende. Ich nehme alles an, was kommt.“
Der Schlosser wird Hausmeister und Schwimmmeister
Von nun an arbeitet Helmut als Hausmeister in der Stadthalle und im Hallenbad. Er besucht Lehrgänge, unter anderem zum staatlich geprüften Schwimmmeister: „Und dann habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Ich habe alle Prüfungen gemacht, die es gab. Ich wollte mir Wissen aneignen und das Wissen auch weitergeben.“
Bundesverdienstkreuz für das außergewöhnliche Ehrenamt
Für sein besonderes ehrenamtliches Engagement in seiner Freizeit wird Helmut jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Schwimmmeister, Ehrenvorsitzender, Wasserrettung, Reha-Sport: Die Auszeichnung würdigt Helmuts lebenslangen Beitrag zur Sicherheit im Schwimmsport und das soziale Miteinander. Schließlich bedankt er sich vor allem bei seiner Familie: „Ich möchte mich bedanken bei meiner lieben Frau, denn allein kann man so viele Ehrenämter gar nicht begleiten, wenn man nicht Leute hinter sich hat.“
Helmut appelliert auch an andere: „Wir haben als Schwimmmeistervereinigung Probleme mit dem Nachwuchs. Es ist ganz, ganz wichtig, dass wir hier etwas tun.“
Helmut Schmid wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
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