Vom Skilehrer zum Zugbegleiter: Marius wagt mit Mitte 30 den Quereinstieg

Quereinsteiger Marius aus Lörrach wird mit Mitte 30 Zugbegleiter. Vor dem Jobwechsel bereist er als Skilehrer und Mountainbike-Guide die ganze Welt.

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Von Autor/in Wera Engelhardt

Zugbegleiter als Quereinsteiger 

Mit Mitte 30 beginnt Marius eine 10-wöchige Umschulung zum Zugbegleiter: „Ich liebe es, neue Projekte und Jobs auszuprobieren, und die Deutsche Bahn ist jetzt mein neues Projekt.“ Vorher ist Marius viel gereist und hat unterwegs als Guide gearbeitet. 

Ich habe so viele Reisen in meinem Leben gemacht und mich jetzt danach gesehnt, mal wirklich irgendwo anzukommen. Und das habe ich hier in Lörrach im Dreiländereck gefunden.

Job auf Reisen 

Marius hat inzwischen seine Routine gefunden, obwohl sich die Arbeit im Zug deutlich von seinen bisherigen Jobs unterscheidet. „Ich bin ständig unterwegs, meine Arbeit ist im Zug: Es gibt keinen Schreibtisch, keinen Büroplatz, sondern meine Arbeit ist in Bewegung. Das stillt mein Fernweh.“ 

Wenn Marius gerade nicht arbeitet, trägt er Badehose und Flipflops. Sein spannendstes Reiseerlebnis: Die Arbeit auf einer Schokoladenfarm in Indien. „Ich bin den ganzen Tag im Busch rumgelaufen und habe Bananen und Kokospalmen abgeschnitten. Das war eine Parallelwelt für mich, weil es so wenig mit meinem Leben in Deutschland zu tun hatte“, erinnert sich der 36-Jährige. Heute freut sich Marius, an einem festen Ort zu wohnen und trotzdem mit jedem Zielbahnhof immer wieder woanders anzukommen.  

Keine Verspätung mit dem Rad 

Nur eine Fahrt macht er ohne die Deutsche Bahn: die Fahrt zur Arbeit, zum Bahnhof Basel. „Ehrlich gesagt: Damit ich pünktlich bin und es gibt auch Schichten, bei denen gar keine Öffis fahren. Um 4 Uhr nachts zum Beispiel. Mit dem Fahrrad bin ich zu jeder Tages- und Nachtzeit unabhängig.“ 

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Wera Engelhardt
Onlinefassung
Sabeth Wollinger