Dieses kleine Fenster ist für uns das Tor zur Nachbarschaft. Das ist so schön.
Erst vor kurzem ziehen Melissa und ihr Freund Max von Köln nach Heidelberg in eine Wohnung, die zuvor eine Apotheke war. Durch das DIN-A3-große Nachtschalter-Fenster wird Melissa dazu inspiriert, eine Schnapsidee auszuprobieren. Im März bastelt sie Deko für den Look eines Cafés, bringt das am Fenster an und backt einen Kuchen.
Und dann kamen die Leute und haben gefragt, ob ich einen Laden aufmache, weil hier früher immer ein Laden war. Und ich so: ‚Nein, ist nur heute eine Spaßaktion.‘
Aus der Schnapsidee entsteht ein kreatives Konzept
Aus der einmaligen Spaßaktion entwickelt sich ein Konzept: Fast jedes Wochenende bastelt Melissa neue Deko und eröffnet so, immer für einen Tag, einen Cookie-Laden, einen Kiosk, einen Outdoorclub und vieles mehr. Dabei arbeitet sie zusammen mit lokalen Einzelhändlern und Kunstschaffenden und organisiert immer neue Dinge, die sie durch ihr Fenster verschenken kann. Mal sind es Onigiris, mal Cookies und mal gibt es einen Rave vor dem Fenster, bei dem ein DJ-Duo auflegt. Auf Instagram verfolgen viele die kurzen Videos, die Melissa und Max von ihren Aktionen posten.
DIY-Projekte und Upcycling
Melissa, die neben ihrem Studium in einer Werbeagentur arbeitet, investiert gerne auch mal sieben Stunden die Woche in ihr Herzensprojekt. „Wann immer ich was basteln kann, was upcyclen kann oder was auf der Straße sehe, was ich irgendwie verwerten kann. Das hat mich schon immer interessiert. Die Dinge finden mich tatsächlich. Meine Mutter ist da gleich und bei uns Zuhause sind auch viele Dinge, die wiederverwertet wurden.“
Ehemaliger Apotheken-Nachtschalter wird zum Treffpunkt
Durch das kleine Fenster kommen Melissa und Max superschnell in ihrem Viertel an. Aber auch ihre Nachbarschaft freut sich, da die beiden durch ihre Aktionen zu einem Treffpunkt werden.
Und Melissa gehen die Ideen bisher nicht aus, so kann die Nachbarschaft sich sicherlich noch häufiger am ehemaligen Apotheken-Nachtschalter treffen.
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