Blinder Kampfkunstmeister trainiert Menschen mit Behinderung

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„Ich habe viel ausprobiert, aber mir haben die Augen immer einen Strich durch die Rechnung gemacht.“


Marco wächst mit Kampfsport auf, schon immer ist es ein wichtiger Teil seines Lebens. Doch mit 27 Jahren erblindet er vollständig – und nun funktionieren Karate, Taekwondo, Ninjutsu nicht mehr für ihn: „Alles, was schnell und auf Distanz ist, ging nicht mehr.“ Doch er entdeckt Taido Ryu Jujutsu für sich, eine japanische Kampfkunst, die auf Kontakt ausgelegt ist.


„Meines Wissens bin ich der einzige blinde Mensch, der den schwarzen Gürtel in dieser Kampfkunst hat.“

Marco möchte anderen gehandicapten Menschen Mut machen

Seit 2019 hat Marco eine eigene Selbstverteidigungsschule. Als Betroffener kann er sich in Menschen mit Behinderung gut einfühlen und sie bestärken. „Mein Ziel ist, den gehandicapten Menschen ein gutes Gefühl mit auf den Weg zu geben. Ihnen etwas an die Hand zu geben, mit dem sie sich verteidigen können und womit sie für ihr Leben etwas Positives anfangen können.“

Marco schöpft nicht nur aus dem Kampfsport Kraft, auch sein Hund Ringo ist ihm sehr wichtig: „Ringo gibt mir die Möglichkeit, mich frei und mobil bewegen zu können, denn ich bin für Lehrgänge viel unterwegs. Dieser Hund ist meine Augen, ich lege mein Leben in seine Pfoten.“

Seinen geliebten Kampfsport trainieren zu können, ist für Marco keine Selbstverständlichkeit: „Wenn ich auf die Matte gehe und unterrichten darf, dann bin ich glücklich und zufrieden.“

Den ganzen Film über Marco findet ihr bei der Hessenschau auf YouTube.

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84 Menschen aus ganz Deutschland diskutieren über das, was sie bewegt. Das ist das ARD Dialog-Projekt „Was Deutschland verbindet”. Cary aus Tübingen ist dabei, ihr Herzensthema: Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderung.

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Das Heimat-Team stellt sich vor

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Nico Bähr