Rosen für das Lächeln – Selim und Zehra verschenken Blumen

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Von Autor/in Fabian Schwabbauer, Kai Zinßer

Ein Mann mit weißen Haaren und Brille und eine junge Frau mit schwarzen Haaren stehen auf einem Marktplatz.
„Überall auf der Welt haben Menschen Gründe zum Weinen. Deswegen wollen wir ihnen Freude, Glück und Lächeln bringen. Das brauchen wir.“ Selim und seine Tochter Zehra leben gemeinsam in Mannheim.
Ein Mann hält einen Blumenstrauß in der Hand.
Gemeinsam mit seiner Tochter verschenkt Selim ab und zu Blumen in der Innenstadt. Sie möchten fremden Menschen eine Freude machen.
Ein Mann mit weißen Haaren und Brille lächelt in die Kamera.
Selim ist vor 40 Jahren eingewandert und hat sich in Mannheim ein neues Leben aufgebaut. Die Stadt ist seine Heimat, durch das Verschenken der Blumen, möchte er seiner Stadt etwas zurückgeben.

Zufallsbegegnung: An einem schönen Tag im Spätsommer zieht es uns nach Mannheim. Dort treffen wir an der Haltestelle am Marktplatz auf Selim und seine Tochter Zehra. Sie fallen uns auf, weil sie Blumen an Passanten verteilen. Wir sprechen sie an, als sie gerade rüber zum Marktplatz laufen. Zehra erklärt uns: „Mein Vater holt oft von zu Hause Blumen und wenn wir draußen Menschen sehen, die uns einfach anlächeln, schenken wir ihnen welche.“

Wir fragen nach ihrer Motivation und Selim erzählt uns, dass sie unbekannten Menschen einfach eine Freude machen wollen, weil ihnen das gefällt. Es gäbe zu viele Gründe zum Weinen auf der Welt. Sie wollen Menschen einen Grund zum Lächeln schenken. Und das kommt gut bei den Menschen an, erzählt der 57-Jährige:

Die Menschen nehmen das gerne an – mit Respekt, mit Liebe und mit einem Lächeln, was heute oft fehlt. Das brauchen wir. Das Lächeln ist sehr wichtig.

Beide fühlen sich mit Mannheim verbunden. Zehra macht ihr Abitur und arbeitet nebenbei in einem Kinderheim. Später möchte sie Psychologie studieren. Selim erzählt uns, dass er Poesiebücher auf Türkisch schreibt. Die Bilder dafür zeichnet seine Tochter.

Aber warum ausgerechnet Mannheim? Selim erzählt uns seine Geschichte. Wie er mit 18 Jahren entschieden hat, die Türkei zu verlassen und nach Deutschland zu gehen, um hier ein neues Leben zu starten. „Deutschland war mein Lieblingsland. Es gab viele Möglichkeiten zu studieren und dann bin ich hier gelandet. Es hat mir gefallen und ich habe mir hier meine Existenz aufgebaut. Dieses Land hat mir viel gegeben.“ Seitdem ist Mannheim seine Heimat. Hier lebt er gemeinsam mit seiner Tochter und seinem Sohn.

Mannheim ist eine tolerante Stadt – multikulturell. Man kann hier internationale Kulturen mit Toleranz und Respekt ausleben.

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