Ihre zwei Kulturen sind Mikis Stärke

Mikis Leben ist geprägt von vielen Umzügen zwischen Japan und Deutschland. Ihre zwei Kulturen zu akzeptieren, hat seine Zeit gebraucht.

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Von Autor/in Inga Malin Köberich, Ulrike Pia Stegemann, Franka Gernandt

In der Pubertät habe ich mich weniger um die Miki gekümmert, sondern mehr um die Zugehörigkeit. Es war schwierig für mich zu sagen, ich akzeptiere mich so, wie ich bin.


Mikis Leben ist geprägt von Umzügen zwischen Tokio und Deutschland. Sie wurde in Japan geboren und zog im Alter von drei Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter nach Münster. Sie verbringt ihre Kindheit in einem kleinen Vorort, bis sie als Jugendliche wieder nach Tokio zieht. Für ihren Master entscheidet sie sich erneut für einen Umzug nach Deutschland.


Doch die vielen Umzüge bringen auch immer wieder neue Herausforderungen mit sich. Die Kulturen sind sehr unterschiedlich und Miki versucht jedes Mal aufs Neue, sich anzupassen. Sie erzählt beispielsweise, dass man sich in Japan für die Universität sehr schick macht. Als sie an ihrem ersten Studientag in Deutschland die anderen Studierenden sieht, fühlt sie sich schnell unwohl, denn hier ist es gar nicht üblich, Anzug oder schicke Kleidung zu tragen.


Miki beschäftigt sich viel mit ihren zwei Kulturen: „Ich habe eine Therapie gemacht. Ich habe mich zeitweise sehr allein gefühlt. Ich hatte Schwierigkeiten mit meiner Identität, weil ich nicht mit der Frage klargekommen bin – Wer bin ich überhaupt?“


Heute weiß Miki, wer sie ist. Sie ist dankbar für ihre Erfahrungen und schätzt es sehr, die deutsche und japanische Kultur in sich zu tragen:

Ich picke mir einfach das Beste aus beiden Kulturen heraus. Zum Beispiel esse ich in Deutschland super viel japanisches Essen. Meine zwei Kulturen sind meine Stärke.

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