Einige Kunden wollten nicht, dass eine Frau kommt – das ist einfach unangenehm.
Schule – und dann?
Nach der Schule weiß Moana erst einmal nicht so richtig, wie es für sie weitergehen soll. Auf der Suche nach möglichen Ausbildungsstellen entdeckt sie die zur Schornsteinfegerin. Ein Volltreffer, wie sich dann herausstellt: „Man ist draußen, man hat mit Menschen zu tun. Manchmal ist man aber auch einfach alleine auf einem Dach mit einer schönen Aussicht.“
Erst unerwünscht, jetzt gern gesehen – Moana macht sich mit 29 Jahren selbstständig
Seit drei Jahren führt sie ihr eigenes Unternehmen und setzt auf einen modernen Betrieb: „Ich habe versucht, soweit es geht, alles auf E-Mail umzustellen. Das waren die Leute auf jeden Fall nicht gewohnt – aber es kommt gut an.“ Ihre Lieblingsfarbe macht die Schornsteinfegerin schließlich zu ihrem Lebensmotto: Think Pink! „Die Leute, die mich kennen, wissen: Pink ist meine Farbe, und dann kriege ich oft halt auch pinke Sachen geschenkt oder gezeigt. Also die pinken Sachen kommen schon eher zu mir, als dass ich so gezielt suche – sie suchen mich“, so die 32-Jährige. Mit dem pinkfarbenen Mobil werden sie von ihrer Kundschaft „die pinken Schornsteinfeger“ genannt.
Große Unterstützung und erster Angestellter: Lebenspartner Fabio
Ihr Lebenspartner Fabio ergänzt sie gut, erklärt sie. Er ist ihr erster Angestellter in ihrer Selbstständigkeit. In der Ausbildung lernen sie sich kennen und lieben, heute haben beide einen eigenen Kehrbezirk. „Das ergänzt sich schon ganz gut. Es gibt Sachen, die ich weniger gern mache, Sachen, die er weniger gern macht. Und dann nehmen wir uns das ab – oder schieben es uns zu.“
Mehr zum Thema Handwerk:
Lust auf Handwerk – Wie Felix seine Begeisterung teilt
Felix ist Baufluencer und hat viele Follower auf Social Media. Seine Reichweite nutzt er, um andere für das Handwerk zu begeistern.
Mehr zu SWR Heimat:
Ein besonderes Wohnkonzept für Menschen mit Beeinträchtigung
Selbstbestimmt wohnen in der Villa Landau – Ein schönes Zuhause für Menschen mit Beeinträchtigung