Cindy ist gehörlos und macht Deaf Performance

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Von Autor/in Justine Möhl

Ich habe nie jemanden im Fernsehen gesehen, der genauso war wie ich. Und das wollte ich irgendwann dieser Welt zeigen, dass es solche Menschen gibt, und wenn sie Träume haben, dass diese Behinderung kein Aus ist, sondern, dass Träume in Erfüllung gehen können.

Cindy hat einen besonderen Beruf: Sie ist Deaf Performerin. Das heißt, sie überträgt Musik auf ästhetische Art in Gebärdensprache und ist damit sehr erfolgreich auf Social Media. Doch das ist nicht der einzige Weg, wie die 28-Jährige ihre Kunst ausdrückt. Sie darf Musikgrößen wie Extrabreit, Wincent Weiss, Lenny Kravitz, Kylie Minogue und Coldplay auf ihren Konzerten begleiten, um so die Lieder für andere gehörlose Menschen zugänglich zu machen. Möglich ist das durch Implantate, die Cindys Fähigkeit zu hören wiederhergestellt haben, nachdem sie diese im Laufe ihrer Jugend verloren hatte.

In ihrer Kindheit wurde Cindy aufgrund ihrer Behinderung ausgegrenzt, sogar beleidigt und bespuckt. Schon früh hat sie heimlich in ihrem Kinderzimmer erste Deaf Performances geübt. Dabei hat sie vor dem Spiegel gestanden und ein Lied in Gebärdensprache wiedergegeben. Eines Tages kam ihre Mutter rein und war total begeistert von Cindys Kunst – sie hatte die Idee, dass Cindy ihre Fähigkeiten in die Öffentlichkeit bringt.

Ich möchte zeigen, dass die Gebärdensprache keine lustige Sprache ist, sondern eine eigenständige Sprache, die sehr cool ist. Und ganz viele lernen jetzt auch nur durch meine Videos die Gebärdensprache.

Neben ihren Konzertauftritten und Social Media Posts hat Cindy nun auch zum ersten Mal in einem Kinofilm mitgespielt. Darin schlüpft sie in die Rolle eines gehörlosen Mädchens, das ihr Gehörimplantat entgegen dem Rat von Arzt und Eltern verweigert. Cindy möchte mit ihrer Arbeit Aufmerksamkeit auf die Gebärdensprache und gehörlose Menschen lenken und jenen Mut machen, die ihre Träume verwirklichen wollen.

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Justine Möhl
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Justine Schäfer
Justine lächelt in die Kamera