Stephans „Clean River Project“ befreit Flüsse von Plastikmüll

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Von Autor/in Mirko Schernickau, Katharina Feißt

Es war immer 5 vor 12, aber jetzt ist es schon durch. Ich würde mir wünschen, die Menschen würden die Natur nicht erst kaputt machen und sie dann versuchen zu reparieren. Sondern einfach von vornherein schützen.

Wassersportler Stephan hat 2012 den Verein „Clean River Project“ gegründet. Sein Ziel: Die Flüsse von Plastik und anderem Müll befreien. Um das zu erreichen, hat er in den letzten Jahren bereits unzählige Aufräumaktionen organisiert, sogenannte Clean Ups. Dabei konnte der Verein nach eigenen Angaben rund 500.000 Liter Plastikmüll sammeln.

Gemeinsam etwas bewegen

Möglich wird das durch viele freiwillige Helferinnen und Helfer. Unter anderem machen örtliche Wassersportvereine mit ihren Kajaks mit. Stephan weiß das zu schätzen, denn: „Wir brauchen Menschen, die dafür brennen und das verstehen, was wir in die Welt raustragen und erzählen. Schmetterlingseffekt halt.“

Deshalb setzt der Verein schon bei den Kleinsten an: Die Initiative „Recycling-Roadies“ soll Kindern auf spielerische Art und Weise Umweltschutz näherbringen. Etwa, indem aus geschreddertem Plastikmüll Kreisel entstehen. Denn Stephan ist überzeugt davon, dass Umweltschutz Spaß machen müsse: „Es spielerisch erlebbar zu machen, dass ein Kreislauf einfach funktionieren kann. Das ist vielen einfach nicht bewusst.“

Kunst aus dem gesammelten Müll

Auch mit Kunstaktionen will der Verein Bewusstsein schaffen. Besondere Fundstücke verarbeitet Stephan zu Fotokunst – zum Beispiel, indem er den Müll vergoldet. „Aus dem Müll wird Kunst, weil es ein leichter Zugang ist. Es ist nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Und es sieht auch schön aus.“
Schon mehr als 30 Ausstellungen hat Stephan mit seinem Verein auf die Beine gestellt, um Menschen über die Probleme der Plastikverschmutzung zu informieren.

Stephan weiß, dass er noch einen langen Weg vor sich hat, denn: „Das ist ein Generationenthema.“ Doch er freut sich über jeden einzelnen Menschen, den er dazu bringt „morgen anders durch die Welt zu laufen.“

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