Arbeit ist die beste Medizin. Ich werde ja überhaupt nicht dazu getrieben, ich mache es einfach gerne. Es ist nicht eine einzige Kerze hier rausgegangen, die nicht in meiner Hand war.
Als seine Frau Renate im Jahr 2023 stirbt, kann Fritz einfach keine passenden Grabkerzen für sie finden. Das Grab sollte ganz besonders gestaltet werden: „Meine Frau hat schöne und stilvolle Kerzen verdient.“
Ein Start-up gründen im Rentenalter
Und weil es keine gab, dachte der gelernte Schreiner, er baut einfach eigene. In liebevoller Handarbeit gestaltet er eine kleine, stilvolle Grableuchte für seine Frau Renate. Vorbild für seine kleinen Grableuchten sind Öfen mit Bio-Ethanol. Diese stellt sein Sohn Herbert in seiner Manufaktur in Hermeskeil her. Fritz hat seinen Sohn überzeugt. Gemeinsam tüfteln die beiden jeden Tag an neuen Ideen für kleine Grableuchten – obwohl sie mit 95 und 66 Jahren eigentlich schon im Rentenalter sind.
Herbert genießt es sehr, so viel Zeit mit seinem Papa verbringen zu können: „Es ist eine angenehme Nähe, die man hat. Eine Nähe, die man sein ganzes Leben lang vielleicht nicht verspürt hat und auf einmal gegenwärtig ist. Das hat heute eine andere Qualität. Jeder Tag, den wir zusammenarbeiten, ist ein schöner Tag.“
Fritz sprudelt vor neuen Ideen
Die Ruhelichter finden großen Anklang. Mittlerweile hat Fritz dutzende dieser modernen Lichter produziert und verkauft. Seine Enkeltochter unterstützt ihn beim Versand.
In seiner neuen Arbeit geht Fritz richtig auf. Sein Kopf sprudelt nur so vor Ideen. Und solange es noch geht, möchte Fritz weitertüfteln: „Im Bett habe ich das alles schon im Kopf fertiggemacht. Aber erstmal muss ich probieren und es dann meinem Sohn vorstellen.“
"Babys sind der kleinste Teil meiner Arbeit”
Anna aus Stuttgart ist freiberufliche Hebamme und Trauerbegleiterin in Teilzeit. Zu ihrem Job gehören Termine wie Babybaden genauso wie Gespräche mit Frauen, die gerade ihr Kind verloren haben. Ein Job mit viel Emotionen, Verantwortung, Dankbarkeit und Frust.
„Wir sind alle näher an einer Behinderung als von einer weg” – Cary setzt sich für Barrierefreiheit ein
84 Menschen aus ganz Deutschland diskutieren über das, was sie bewegt. Das ist das ARD Dialog-Projekt „Was Deutschland verbindet”. Cary aus Tübingen ist dabei, ihr Herzensthema: Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderung.
„Dass man bei einer Geburt so sterben könnte, habe ich nicht realisiert.“ Jennys Gebärmutter ist bei der Geburt ihrer Tochter gerissen
Jenny aus Stuttgart hatte bei der Geburt ihrer zweiten Tochter eine Uterusruptur: Ihre Gebärmutter ist gerissen. Sie berichtet über die Geburt und warum sie das Leben heute feiert.
Erzähl uns Deine Story
Du kennst jemanden, dessen Geschichte wir unbedingt erzählen müssen oder Du hast selbst etwas zu erzählen? Dann sende uns einen Hinweis.