Ich möchte die Vorstufe oder eine Ergänzung zum Kindergarten sein. Man betreut die kleinen Kinder ähnlich wie zu Hause, deswegen entscheiden sich viele Eltern bewusst für eine Tagespflegeperson, weil sie dieses Enge, dieses Familiennahe und dieses Transparente mögen.
Jennifer ist seit über zehn Jahren Tagesmutter, damals entschied sie sich dazu, weil sie ihren Sohn nicht so früh in einen Kindergarten geben, aber trotzdem selbst wieder einer Arbeit nachgehen wollte. „Das hat mir damals gefehlt, dieses Liebe, dieses gewisse Etwas hat mir gefehlt in den Kindergärten.“ Und das will sie jetzt ihren Tageskindern geben.
Viele Eltern freuen sich, dass Jenni eine so kleine und persönliche Betreuung anbietet. „Ich kriege so viele positive Rückmeldungen. Teilweise noch von Eltern, die jetzt Kinder in der Schule haben, die sagen: ‚Ich möchte gerne noch mal zurück zur Jenni‘“ Ihr Mann ist mittlerweile auch in die Kindertagespflege eingestiegen und hat die zweijährige Ausbildung absolviert. Er unterstützt nach seinen Nachschichten in einer Großbäckerei seine Frau, wo es geht.
Ihre eigenen Kinder müssen sich durch die Betreuung zuhause schon ein wenig einschränken. „Es kommen auch mal Situationen, die für meine Kinder nicht unbedingt einfach sind, vor allem wenn die kleinen Kinder schlafen gehen. Und sie müssen dann leise sein.“ Aber grundsätzlich haben sich alle an die Situation gewöhnt und Jenni liebt ihren Job. Mittlerweile ist sie so interessiert, dass sie nebenher noch Soziale Arbeit studiert, damit sie, wenn sie sich doch dafür entscheidet, irgendwann diesen Beruf aufzugeben, sich ein zweites Standbein aufbauen kann.
Inklusion im Obstbau
Markus ist Obstbauer. Für seinen Acker in Ingelheim hat er jetzt eine besondere, neue Mitarbeiterin eingestellt: Stefanie. Sie ist geistig behindert.
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