Bademeister Timo wohnt direkt auf dem Freibadgelände

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Von Autor/in Svenja Kaiser

Wenn man dann eine Reanimation hat, wo man Menschen ins Leben zurückholt – es lohnt sich alles. Ich muss mehr als 100 Prozent geben. Ob das jetzt die Wasseraufbereitungstechnik ist oder die ganze gärtnerische Anlage oder die Aufsicht, das ist wirklich nicht als Beruf, sondern als Berufung zu sehen.

Timos Wohnung befindet sich direkt auf dem Freibadgelände des Warmfreibades Trippstadt – das gleichzeitig sein Arbeitsplatz ist. Mit der Eröffnung des Bades im Jahre 1975 war die Familie von Timo in das Freibad eingezogen, er war damals ein Jahr alt. In einer solch schönen Umgebung aufgewachsen zu sein macht Timo dankbar – der Ort sei ein „Paradies“.

Als er zwei Jahre alt war, musste sein Vater ihn einmal retten, da er ins Wasser fiel. Das war der Anlass, warum Timo schon besonders früh schwimmen lernte. Den Beruf des Bademeisters hat er ebenfalls von seinem Vater gelernt, der bis 2003 der Chef und Ausbilder von Timo war.

Der Tag des Bademeisters beginnt schon Stunden bevor die ersten Stammgäste eintrudeln. Seinen Aufgabenbereich umfasst unter anderem die Bädertechnik: Pumpen, diverse Chemikalien und die Wasseraufbereitung muss er im Griff haben, um die Gesundheit der Gäste sicherstellen zu können.

Wenn das Freibad dann um elf Uhr öffnet, begrüßen Timo all die Stammgäste, die seine Arbeit mehr als schätzen. „Wir sind so froh, dass wir unseren Bademeister haben. Er ist für alles zuständig. Er macht die Hecken und wir haben traumhaft schönes Wasser“, sagt eine der Damen, die ihre eigene Bahn zum Schwimmen hat. Die Stammgäste haben ihre Routinen zum Schwimmen entwickelt, und Timo ist ein Teil davon.

Bei Hochbetrieb können sich bis zu 200.000 Besucher und Besucherinnen im Freibad aufhalten. Vier Monate im Sommer ist der Garten voll. Da ist Wachsamkeit gefragt, denn Timo musste im letzten Jahr schon 13 Menschen aus dem Wasser retten. Meist handelte es sich um Herzrhythmusstörungen – doch Bademeister Timo ist immer sofort zur Stelle.

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