Ich habe mir gedacht, ich habe das gepackt, dann muss er das auch packen.
Lucca ist gerade mal zwei Jahre alt und mit seiner Familie im Urlaub, als er wegen großer Schmerzen zum Arzt muss. Schnell kommt die Diagnose: Krebs. Von einem Moment auf den nächsten wird das Leben der Familie auf den Kopf gestellt. Mit fünf Jahren dann der nächste Schock, der Krebs ist wieder da und Lucca muss erneut um sein Leben kämpfen. Doch er schafft es und gilt heute als geheilt – ein Wunder, wie sein Vater Uwe erzählt: „Das hätte niemand gedacht vor 20 Jahren, dass wir heute hier sitzen.“
Lucca steckt gerade in den Vorbereitungen für sein Abitur, plant seinen Karriereweg – als er auf das Schicksal eines anderen Krebskranken aufmerksam wird; ein 13-Jähriger, der an einem Neuroblastom erkrankt ist, die Krebserkrankung des Nervensystems an der auch er litt. Für den Pirmasenser ist es ein Déjà-Vus: „Das hat mich sehr berührt, weil er dieselbe Krankheit hat, wie ich.“
Anders als bei Lucca schlägt bei dem anderen Jungen die Chemotherapie nicht an. Seine letzte Hoffnung ist eine teure Krebstherapie, die in Deutschland noch nicht zugelassen ist. Die Familie sammelt dafür Spenden.
Lucca will helfen. An seiner Schule in Pirmasens startet er für den kranken Jungen eine Spendenaktion. Zusammen mit einem Mitschüler nutzen sie jeden freien Moment und gehen von Klasse zu Klasse. Lucca nimmt auch den Mut auf sich und erzählt seinen Mitschülern von seiner eigenen Geschichte – und die berührt. Die Aktion hat plötzlich viel mehr Erfolg als gedacht: „Ich bin wirklich sehr stolz, weil wir dachten, dass nur zwei- bis vierhundert Euro dazukommen. Aber dass wir 2000 Euro jetzt erreicht haben, das macht uns wirklich stolz.“
Er kann einen Beitrag dazu leisten, dass das Spendenziel nun erreicht wurde. Für Lucca schon vor dem Abitur ein ganz persönlicher Erfolg.
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