Die 100-jährige Berta erzählt über ihre Liebe und das Leben

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Von Autor/in Talisa Frenschkowski, Michèle Kraft

Die Kinder waren mir lieb, ich habe halt keine Kinder gehabt. Man muss die Kinder schon gernhaben, sonst darf man den Beruf nicht machen.

Berta wird 1926 in der Pfalz geboren. Wegen des Zweiten Weltkriegs bleibt ihr eine Ausbildung verwehrt. Alleinstehend sucht sie Arbeit und hilft zunächst auf einem Bauernhof: „Ich habe auf dem Acker rumgezackert mit dem Pferd.“ Als der Pfarrer ihr eine Stelle im örtlichen Kindergarten anbietet, nimmt sie diese direkt an. Mit 32 Jahren beginnt sie dort: „Weil ich nichts gehabt habe, habe ich Ja gesagt. Das ist richtig auf mich zugekommen.“ Zusammen mit einer Helferin betreut sie etwa 30 Kinder. Erfahrung hat sie anfangs keine:

Ich habe gedacht, ich probier’s mal, dann hat es geklappt und dann habe ich das 28 Jahre gemacht.

Die Ausbildung als Erzieherin holt sie mit 50 Jahren nach. Bei der Arbeit mit den Kindern ist ihr wichtig: „Man darf nicht mit so einer Kälte auf die Kinder zugehen. Man muss sie mit Wärme betreuen, sonst hat es keinen Wert. Da haben die sonst auch kein Gefühl zu einem.“ Bertas Wunsch nach eigenen Kindern erfüllt sich nicht.

Es hat sich nicht ergeben, es war nicht so, wie ich es gerne hätte.

Im Österreich-Urlaub lernt sie in einer Gaststätte den Witwer Georg kennen. Er fährt mit ihr zusammen nach Hause. „Da hab ich ihn direkt mit in die Pfalz genommen. Ich weiß auch nicht, direkt mit heimgenommen.“ Es war keine Liebe auf den ersten Blick, sondern eine wachsende Zuneigung: „Wenn man nicht mit einem Gefühl hingeht, dann braucht man auch gar nicht weiterzumachen, aber direkt Liebe war das nicht.“ 1983 heiraten die beiden. Sie verbringen 20 gemeinsame Ehejahre, bis Georg 2003 stirbt. Rückblickend sagt Berta:

Da hatte ich noch ein bisschen Familie, das war schon in Ordnung, das ist jetzt noch in Ordnung.

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