Ich habe im Verlauf dieses Projektes gespürt und beobachtet, dass die Kinder weniger Konflikte plötzlich hatten. Im Alltag viel schneller die Hausaufgaben gemacht haben, dass sie ja mit mir Trainieren können.
Vor rund 30 Jahren hat Harald als Streetworker und Straßenclown im Kinderheim in Speyer gearbeitet. Dort kam ihm die Idee, einen Zirkus für Kinder und Jugendliche zu gründen. Der Zirkus Bellissima versteht sich als Soziokulturelle Einrichtung, die den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, ihre eigenen Stärken zu entwickeln, sich selbst besser kennenzulernen und Selbstvertrauen zu entwickeln. Ein Erlebnisort, indem junge Menschen sich körperlich und psychisch verausgaben können: „Wir Diskutieren miteinander, wir verarbeiten die Erlebnisse oder die Gedanken von den Jugendlichen, indem wir diese Themen in der Nummer verarbeiten können und zum Ausdruck bringen.“
Die Sportlichkeit steht hier nicht im Fokus
Abseits vom Leistungsanspruch, sollen die Kinder beim Besuch im Zirkuszelt Spaß haben und eine Gemeinschaft erleben, die das Miteinander fördert. Die Betreuung erfolgt durch ein Team aus Pädagogen, Artisten oder Sportübungsleitern. Viele von ihnen sind selbst als Kinder in den Zirkus gekommen und haben sich als junge Erwachsene zu Trainern ausbilden lassen.
Die Zirkusarbeit im Bellissima hat den Anspruch, für alle Kinder und Jugendlichen da zu sein. Für Menschen mit Behinderung braucht der Zirkus jedoch Fachkräfte und muss barrierefrei gestaltet werden: „Da brauchen wir Partner, um barrierefreie Zugänge für Toiletten zu finden oder zu bauen oder hier im Zirkus, Zirkusgeräte nutzbar zu machen für alle Kinder und Jugendliche, egal ob mit oder ohne Handicaps, heißt für uns immer gleich ein Invest an Arbeit und an Finanzen.“
Noch mehr Projekte, wie die Unterstützung des inklusiven Angebots im Zirkus Bellissima, findet ihr bei der Kinderhilfsaktion Herzenssache e.V..
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