Nici macht aus Plastikmüll Möbel und Kunst

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Von Autor/in Anna Pöhler, Julius Bauer

„Ich wollte einfach sehen, kann man aus dem Wegwerfprodukt etwas machen, was wirklich einen Mehrwert hat.“

Sein Material bekommt er von lokalen Recycling-Unternehmen, die Idee hatte er im Studium: Plastik einschmelzen, um etwas Sinnvolles daraus zu machen. Nici studiert BWL, aber eigentlich nur, weil er nicht so recht weiß, was er mit seinem Berufsleben anfangen soll. Dann stößt er auf ein Projekt von niederländischen Maschinenbauern und Ingenieuren, die Recyclingmaschinen im kleinen Stil nachgebaut haben. „Die Idee fand ich so spannend, dass ich das Erste schon im Keller probiert habe in einem alten Backofen und einfach mal Plastikmüll eingeschmolzen habe. Davon war ich so angetan, dass ich angefangen habe, die ersten Maschinen nachzubauen.“

Das Material fasziniert ihn noch heute. Zu Showzwecken schmilzt er im Industriehof in Speyer in seiner Werkstatt auch vor Ort Plastikmüll ein und die Zuschauerinnen und Zuschauer können kaum glauben, dass sich Plastik nach seiner Verarbeitung wirklich hochwertig anfühlen kann. „Die Resonanz ist schon durchweg positiv, weil das Material einfach eine ganz andere Haptik bekommt, nachdem das hier verarbeitet wird. Das heißt, es ist nicht mehr das billige Plastik, das man so kennt, sondern es fühlt sich eher an wie Speckstein, ein bisschen hochwertiger, fester und stabiler.“

Aktuell steht Nici jeden Tag von früh bis spät in seiner Lagerhalle, um an neuen Möbeln oder kleinen Kunstwerken zu arbeiten. Vor allem für den Outdoorbereich designt er aktuell Möbel und große Säulen, die witterungsbeständig sind.

„Ich bin da auch noch lange nicht am Ziel angekommen. Das ist alles ein bisschen Forschungsreise. Der Rohstoff an sich ist mega interessant."




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