Förderschülerin aus Speyer findet ihren Traumberuf als Malerin

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Von Autor/in Leon Ahnesorg

Ich stehe morgens auf und freue mich schon auf die Arbeit und was ich machen darf.

Seit sieben Jahren ist sie fester Bestandteil des Teams. Der Weg zu ihrem Traumberuf war für Marika nicht einfach. „Bei meiner Geburt hatte ich Sauerstoffmangel, deswegen habe ich eine leichte Unterfunktion von meinem Kopf. Ich war vorher an einer anderen Schule, einer ganz Gewöhnlichen, Normalen. Und da haben sie dann irgendwann festgestellt, dass mein Lernen nicht so ganz funktioniert, wie es eigentlich soll.“ Deshalb wechselte Marika auf eine Förderschule in Speyer. Hier konnten die Lehrer auf ihre besonderen Bedürfnisse eingehen.

Ihre Leidenschaft fürs Handwerk hat sie bei der Malerwerkstatt entdeckt – einem besonderen Angebot ihrer Förderschule. „Viele kennen das vielleicht, dass man noch nicht so genau weiß, was man nach der Schule machen möchte und bei mir war das auch so.“ Durch die Malerwerkstatt bekommt Marika für sie wichtige Einblicke und hat schnell ein klares Ziel vor Augen: Sie möchte Malerin werden. Das liegt nun einige Jahre zurück. Heute besucht sie noch immer gerne die Malerwerkstatt und hilft mit.

Die sind für mich wie eine zweite Familie geworden, weil sie mir geholfen haben den Job zu finden und auch weiter darüber hinaus haben sie geholfen. Deswegen liebe ich es auch zu helfen.

Auch anderen Jugendlichen konnte das Projekt helfen. In den vergangenen 20 Jahren konnten über 80 Teilnehmer so eine Ausbildung finden.

Vor kurzem ist für Marika ein Traum in Erfüllung gegangen. Sie durfte die Rathausfassade in Speyer streichen. „Das ist ein riesen Wahrzeichen von Speyer und dann denkt man sich okay, das ist eine riesen Aufgabe. Aber es hat Spaß gemacht, die ganzen Streicharbeiten, die Schleifarbeiten und das alles so schön wieder gestalten zu dürfen.“

Das Heimat-Team stellt sich vor

Heimat Team