Das wäre so schön, wenn einfach mehr Ausbilder sich da ran trauen würden. Sei halt ein bisschen aufmerksam, empathisch und menschlich, dann kann das jeder.
Eigentlich wollte Britta das Blumengeschäft ihrer Mutter gar nicht übernehmen. Sie hatte bereits eine Ausbildung als Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Psychotherapie absolviert. Doch als ihre Mutter vor acht Jahren verstarb, gab Britta das Geschäft Routine und Halt. So ist sie bis heute in der Floristik geblieben und hat hier ihre Bestimmung gefunden.
Mit dem Wissen aus ihrer Ausbildung als Heilpraktikerin ausgestattet, ermöglicht Britta in ihrem Betrieb jungen Menschen den Einstieg in die Arbeitswelt. „Ich kann mir nicht vorstellen, wer einen besseren Job machen könnte als sie“, sagt Lara, die aktuell ihre Ausbildung bei Britta absolviert. Für sie ist Britta ein großes Vorbild, nicht nur im Arbeitsalltag:
„Was ich am stärksten merke, ist diese Selbstständigkeit. Für mich selbst anfangen zu denken und mehr Selbstbewusstsein zu kriegen. Es ist schwierig sich das nicht abzugucken, wenn du so eine starke, selbstbewusste Frau hast, die dir das alles beibringt. Das hat mir sehr gutgetan.“
Brittas Engagement ist dringend nötig, denn der Bedarf an Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit psychischen Krankheiten wird immer größer.
Die Wertschätzung von den Auszubildenden ihr gegenüber rühren die Floristin:
Das ist mehr wert, als alles Geld der Welt und dann weiß man auch, warum man das macht und warum es auch so wichtig ist, das zu machen.