Drag ist erstmal für mich eine Kunstform der Grenzüberschreitung, das infrage stellen von gesellschaftlichen Normen, ein Lachen über die Welt.
Die Mainzer Dragqueen Chardonnay von Tain hat sich schon als Kind gerne geschminkt, verkleidet und ist in andere Rollen geschlüpft. Diesem Bauchgefühl ist sie nachgegangen und hat vor 8 Jahren ihre Dragqueen Personality entwickelt.
Chardonnay ist eine Figur, die von den Brüchen lebt; sehr Ladylike im Aussehen, aber wenn sie den Mund aufmacht: nicht ganz jugendfrei. Diese Brüche sind etwas, was ich spannend finde, und darum geht es ja auch in Drag.
Während ihre Looks an die 1920er bis 1980er angelehnt sind, geht es in ihrer Rolle als Dragqueen um mehr. Man muss man auch ein Talent haben und etwas performen können, Makeup und ein „Fummel“ alleine reichen nicht. Chardonnay bietet mittlerweile ein ganzes Repertoire an: von Moderation bis Bühnenshow und Workshops.
Wie zuletzt in Mainz: in einem Dragqueen Workshop anlässlich des Christopher Street Day führt Chardonnay in ihre Kunst ein. In einem vierstündigen Workshop verschwinden die Alltagsgesichter der Teilnehmenden unter Make-Up Schichten, alle entwickeln ihren eigenen Look. Und darum geht es Chardonnay: „Das Leben ist zu kurz, um sich mit einer Rolle zufrieden zu geben. Man kann auch andere Dinge ausprobieren und da lernt man auch ganz viel.“
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