Meine Familie und ich lieben die Fastnacht. Durch meine Schwester bin ich dazu gekommen, dass ich auch tanze. Sie hat immer so cool getanzt und ich fand es schön – da wollte ich auch tanzen.
Als sie gerade einmal drei Jahre alt ist, steht Emilia das erste Mal im Kostüm auf der Bühne und tanzt – seitdem ist sie jede Saison dabei. Die heute 10-Jährige liebt es, in ihrer Gruppe zu tanzen: „Das Wichtige beim Tanzen ist, dass man sich aufeinander fokussiert. Man ist aufeinander angewiesen.“ Ein Jahr lang trainiert die Gruppe, dann gibt es 20 Auftritte in der Fastnachtszeit. Auch im Fernsehen war Emilia schon zu sehen.
Körperlich ziemlich fordernd, was Emilia hilft: Sie turnt auf Leistungsniveau, fünfmal die Woche hat sie Training: „Mir hilft das beim Tanzen, dass ich turne. Dann kann ich so Sachen einbauen wie ein Rad oder Bogengang und dann so in den Spagat rutschen. Das macht mir gar nichts aus, weil ich bin es ja vom Turnen gewohnt. Wenn ich Turn- und Tanztraining habe, muss ich mich ganz schnell umziehen und ein bisschen beeilen.“
Mit Emilias Oma begann die Fastnachtsliebe
Emilias Alltag mit Schule und Training ist also voll – doch der 10-Jährigen macht es Spaß. Auch wenn sie abends mal müde ist und keine Lust mehr auf Schulaufgaben hat, motiviert sie ihre Familie. Die ist es auch, die die Fastnachtsliebe in ihr Leben gebracht hat. Mutter, Vater und die zwei Geschwister sind ebenfalls in der Garde aktiv – angefangen hat allerdings alles mit Emilias Oma. Sie war die Erste im Verein und hat die Fastnachtsliebe auch an ihre drei Enkel weitergegeben.
Emilia vermisst ihre Oma, die leider schon verstorben ist, doch in Gedanken ist sie immer dabei: „Vorletztes Jahr hat sie noch meinen Auftritt gesehen. Ich glaube, sie hätte es sehr gefreut, wenn sie mich noch (mal) gesehen hätte. Ich glaube, sie ist stolz auf mich.“
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