Die Narben ziehen sich einmal um ihren Hals herum. Sie sind so tief, dass dort kein Fell mehr wächst. An ihrem Hinterbein fehlt so viel Haut, dass Raki beim Laufen etwas humpelt. Als „Notfall“ deklariert hat Regina die junge Hündin vor etwa zwei Jahren auf der Seite eines Tierschutzvereins gefunden.
„Ich bin mit Rassehunden aufgewachsen. Meine Eltern haben selbst gezüchtet. Deshalb wollte ich eigentlich auch immer so einen haben, weil ich das einfach gewohnt war – ohne es zu reflektieren.“
Aber es kam anders. Weil Regina einen Hund gesucht hat, den sie mit zur Arbeit nehmen kann, hat sie nach einem erwachsenen Hund gesucht. Da wurde schnell klar, dass ein Hund aus Zweitvermittlung oder dem Tierschutz eigentlich die beste Wahl ist.
Raki stammt aus Santorini. Dort wurde sie mit ihren schweren Verletzungen gefunden, aufgepäppelt und dann von einem Verein an eine Pflegestelle in der Pfalz vermittelt. So hat Regina sie gefunden. „Auf den Fotos hat man das gar nicht so deutlich gesehen, aber es hat sich einfach niemand für sie gemeldet, weil sie diese Verletzungen hat. Ich habe sie dann besucht und kennengelernt. Und dann habe ich mich sehr spontan verliebt in diesen Hund und ihren Charakter.“
Auch Janas Hunde kommen aus dem Tierschutz: Samson wurde über einen Verein für Wolfshunde in Not vermittelt und Luzi stammt aus Rumänien. Das Tierheim Bad Kreuznach hatte sie aufgenommen und ihr damit das Leben gerettet. Denn in Rumänien werden Hunde, die nach 14 Tagen nicht aus dem Heim abgeholt werden, getötet. Tierschützer vermitteln die Hunde deshalb an Heime und Pflegestationen im Ausland. Wer einen ausländischen Straßenhund adoptieren möchte, sollte dies über einen seriösen Verein bzw. deutsche Tierheime tun, empfehlen die beiden Freundinnen. Denn dann hat man auch die Möglichkeit, ihn vorab kennenzulernen und zu prüfen, ob Mensch und Tier zueinander passen.
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