Mit Liebe gebacken: Beate und Conni eröffnen Café in ihrem Elternhaus

Die Schwestern Conni und Beate aus Walddorfhäslach haben nach dem Tod ihrer Eltern das Elternhaus in Café im Wohnzimmer verwandelt: „Jetzt darf alles noch mal leben.” 

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Als unsere Mutter starb, haben wir spontan beschlossen, aus unserem Elternhaus ein Café zu machen.

Umbau des Elternhauses 

Connis und Beates Mutter ist 2020 im Alter von 92 Jahren verstorben. „Wir haben dann das Haus geerbt und wussten gar nicht so richtig, was wir damit machen sollen.“ Die Schwestern beginnen langsam das Haus auszuräumen. Im ehemaligen Schlafzimmer ihrer Eltern öffnen sie einen Schrank und sie finden das alte Kaffee-Geschirr der Oma. „Da waren noch die alten Tassen mit Goldrand drin und als wir die in der Hand hatten, kam uns der Gedanke: Mensch, wir könnten eigentlich auch ein Café machen.“ Doch das war gar nicht so einfach. „Wir mussten einen richtigen Bauantrag stellen mit einem Architekten und das ganze Genehmigungsverfahren durchlaufen, also die Nutzungsänderung von einem Wohnhaus in Gastronomie.“ 

„Kaffee in der Karlstraße” – Conni und Beate backen selbst 

Beide Frauen sind Quereinsteigerinnen. Conni hat früher als Krankenpflegerin gearbeitet und ist heute in Rente. Beate arbeitet in Teilzeit in einem Büro. „Wir sind dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kinde, aber wir haben es nie bereut.“ Das Café ist an zwei Tagen in der Woche geöffnet und mittwochs wird gebacken. Apfelkuchen, Käsekuchen, Mandarinen-Torte – alles selbst gemacht. Und Kaffee? „Goldrandtassen sind nicht genormt, deshalb gibt es bei uns die schwäbische Kaffee-Flat.“

„Jetzt darf alles noch mal leben und genutzt werden.” – Das Café-Konzept kommt gut an 

„Die Leute kommen her, weil es wirklich authentisch ist. Das sind alles noch die Möbel, die unsere Eltern in den 50er- und 70er-Jahren angeschafft haben. Auch in der Küche arbeiten wir noch mit den alten Küchengeräten.“ Mittlerweile kommen die Gäste auch von außerhalb. „Jeder, der kommt, bekommt auch erst mal eine Führung, wenn er möchte. Wir haben Zeit zum Schwätzen und das schätzen die Leute auch.“

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Alexandra Müller