Kinderwunsch ohne Mann: Hanna kriegt allein ein Baby, ohne Papa

Hanna aus Stuttgart ist Mitte 30, als sie die Diagnose bekommt: Ihre Eizellen gehen aus. Sie will ein Baby – also versucht sie es mit einer Samenspende. 

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Stand

Ich habe mich entschieden ohne Partner ein Kind zu bekommen.

„Als mein Partner und ich uns nach fast 10 Jahren getrennt haben, waren wir mit Anfang 30 eigentlich in der klassischen Familiengründungszeit, aber es hat eben nicht mehr gepasst. Ich habe mich danach in die Arbeit gestürzt und dachte immer, dass ich noch Zeit habe”, erklärt Hanna.

Für Hanna erst mal ein Schock: Ihre Eizellen werden weniger 

Die Jahre vergehen, Hanna bleibt Single. Dann bekommt sie die Diagnose, dass ihre Eizellenreserve zur Neige geht. „Das hat mich kalt erwischt. Mein Kinderwunsch war mittlerweile sehr groß. Ich habe mich sofort in die Recherche gestürzt und überlegt, was ich machen kann.“

Sie findet eine Klinik, die Single-Mütter bei einem Kinderwunsch unterstützt, und sucht in einer Samenbank nach einem passenden Spender. „Ich habe den Spender nach Kriterien ausgesucht, nach denen ich auch meinen Partner aussuchen würde.“ 

Was kostet eine Samenspende? 

Hanna begibt sich in eine Behandlung, die insgesamt fast 12.000 Euro kosten wird. „Der erste Versuch bleibt immer etwas Besonderes. Ich hatte mir ein schönes Kleid angezogen, um mit einem feierlichen Gefühl dorthin zu gehen. Beim zweiten Mal trug ich wieder dasselbe Kleid, aber beide Versuche klappten nicht.“ Beim dritten Versuch wird Hanna dann schwanger. 

Alleinerziehend – aus freien Stücken

„Mama zu werden, ist das Beste, was mir passieren konnte. Trotz aller Herausforderungen, die das Solomama-Sein mit sich bringt, ist es ein wunderbares Geschenk.“ Eine zukünftige Partnerschaft hat Hanna für sich nicht ausgeschlossen. „Klar wünscht man sich jemanden an der Seite, mit dem man sein Leben teilen und die vielen schönen Momente mit Kind erleben kann.“

1 Jahr im Mutterglück

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Anne lebt seit 30 Jahren nachhaltig und ressourcenschonend im Tiny-House

„Auf meinen Reisen habe ich gesehen, mit wie wenig ich auskomme. Je weniger ich zu versorgen habe, desto weniger Arbeit habe ich damit.“ (Anne, 74 aus Steinbach bei Bad Schussenried)
Seit fast 30 Jahren wohnt Anne jetzt schon in ihrem kleinen Tiny Holzhaus. Sie lebt extrem sparsam, nachhaltig und ressourcenschonend, auch wenn das gar nicht ihre Hauptmotivation war. Ihren Lebensstil führt sie auch nicht aus irgendeiner politischen, religiösen oder weltanschaulichen Überzeugung heraus. „Ich sehe das ganze Leben als Experiment. Was mir guttut, mache ich weiter. Wenn mir etwas nicht mehr bekommt, werde ich es ändern.”
Das Haus ließ sich Anne speziell anfertigen. Dabei war ihr wichtig, dass überall die Form des Vierecks wiederzufinden ist. Für sie hat das Viereck eine klare und ordnende Wirkung. Auch sonst legt Anne viel Wert auf Ordnung: „Die Hütte lebt davon, dass die wenigen Dinge, die es in ihr gibt, alle ihren Platz haben. Sie erzieht einen zur Ordnung.”
Als sie die Hütte bauen ließ, lieh sich Anne 124.000 Mark von der Bank und verkaufte ihr Auto für 10.000 Mark. Dieses Geld reichte aus, um das komplette Grundstück und das Holzhaus zu kaufen. Die Aussicht auf eine geringe Rente brachte sie dazu, möglichst schnell eine eigene Immobilie finanzieren zu wollen, damit sie keine Miete mehr zahlen muss.
Gerade mal 4x4 Meter groß ist das Mini-Holzhaus von Anne. Sie lebt hier weitgehend minimalistisch ohne Strom, verbraucht kaum Trinkwasser und ihre Heizkosten belaufen sich auf rund 150 Euro pro Jahr. Trinkwasser verbraucht sie nämlich nur fünf Liter am Tag. Das restliche Brauchwasser bezieht Anne aus einer Zisterne in ihrem Garten. Geheizt wird das Häuschen mit einem kleinen Holzofen. Solange es ihr möglich ist, möchte Anne so weiterleben.

Das Heimat-Team stellt sich vor

Heimat Team

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Alexandra Müller