Die Ärzte haben uns gesagt: Sechs Monate bis fünf Jahre – dann stirbt sie.
Als Deborahs Tochter Alina etwa ein Jahr alt ist, geht es ihr sehr schlecht. „Ich habe immer gesagt: Irgendwas stimmt nicht. Aber niemand hat mir geglaubt. Sie stürzte oft, ihr Kopf war zu groß“, erzählt Deborah. Erst als Alina an Weihnachten täglich erbricht, besteht Deborah auf eine Untersuchung. „Da ging es nicht mehr, sie konnte nicht mehr laufen, nicht mehr sitzen, gar nichts.“
Klassische Therapiemethoden versagen
Im Krankenhaus die schockierende Diagnose: Wassereinlagerungen im Kopf und ein bösartiger Tumor. „Für mich ist die Welt zusammengebrochen. Ich bin aus dem Zimmer gerannt, habe meinen Mann und meine Tochter stehen lassen.“ Es folgen OPs, Chemotherapie, Bestrahlungen. Doch der Tumor wächst weiter, streut Metastasen. „Irgendwann haben uns die Ärzte gesagt, sie hätten alles versucht, man könne nichts mehr machen. Ich hab so oft geweint – aber nie vor meinen Kindern. Immer unter der Dusche oder im Keller beim Wäschewaschen. Ich wollte stark sein für Alina.“
Deborah will die finale Diagnose nicht akzeptieren. „Ich wollte für Alina und für mich nicht aufgeben. Wir wollten ihr auch als Familie zeigen, dass wir immer weiterkämpfen.“ Sie recherchiert im Internet, stellt ihre Geschichte bei Facebook und auf einer eigenen Website online. „Wir leben in Deutschland. Das kann doch nicht sein, dass man ein Kind einfach aufgibt.“
Hilfe online finden
Über Facebook meldet sich ein Mann bei ihr. „Er hat den gleichen Tumor wie Alina, lebt seit zehn Jahren damit. Er hat mir geraten, auf einen bestimmten Mutanten im Tumor testen zu lassen.“ Deborah geht erneut zu den Ärzten. Eine Ärztin nimmt sich der Sache an: „Und tatsächlich: Der Mutant war da.“
Alina bekommt seitdem ein spezielles Medikament. Der Tumor hört auf zu wachsen und die Metastasen verblassen. Heute ist Alina sechs Jahre alt. „Alina hat viele Therapietermine und wir haben auch erst seit zwei Wochen keine Windeln mehr. Sie hat keine Kindheit gehabt. Alles kommt jetzt auf einmal. Trotzphase, Ausprobieren – aber sie ist so ein starkes Kind“, sagt Deborah.
Typisch Asiatin?
Sara möchte auf den Alltagsrassismus, der ihr regelmäßig begegnet, aufmerksam machen. In Selbstporträts stellt sie Situationen nach, in denen ihr Alltagsrassismus begegnet.
Marianne aus Freiburg kümmert sich um Hunde von Menschen ohne Obdach
Sie sind oft die größte Stütze und der letzte Halt von Menschen ohne Obdach: ihre Hunde. Marianne aus Freiburg hat sich zur Aufgabe gemacht, diesen Hunden und ihren Frauen und Herrchen zu helfen. Sie ist da, wenn die Tiere krank werden oder Futter brauchen.