Es gibt Menschen, die sind für Menschen da. Ich habe ein Herz für Hunde.
Haustiere in der Kindheit: „Das war immer mein Ding.”
Mit acht Jahren hat Michael seinen ersten Hund bekommen. „Einen Pudel, Susi hieß die – sie war intelligent.“ Später rettet er dann einen Schäferhund von einem Bauhof: „Der lag da nur an der Kette, ich habe ihn einfach mitgenommen. Hunde waren schon immer mein Ding. Ich mag diese Fellnasen.“
Ehrenamt im Tierheim
Michael engagiert sich für sogenannte „Kampfhunde”. „Kampfhunde gibt es per se nicht, sondern Listenhunde. Und diese Liste ist in jedem Bundesland anders“, erklärt er. Als Hundetrainer setzt er sich für deren Rehabilitation ein: „Wenn ein Hund Problemverhalten zeigt, dann liegt es am Halter und fehlender Sozialisation oder falscher Erziehung. Problemverhalten ist nicht in der Rasse begründet.“ Michael hat viele Jahre ehrenamtlich im Tierheim gearbeitet. „Die Hunde wurden dort einkaserniert ohne Sinn und Verstand, das ist tragisch. Ich möchte ihnen die Chance auf ein neues Leben geben.“ Das heißt, laut Michael leben die Tiere dort unter engen und unnatürlichen Verhältnissen.
Kampfhundeverordnung: Michael bereitet die Hunde auf den Wesenstest vor
Michael trainiert mit den Hunden für den Wesenstest und ist auch beim Ablegen der Prüfung dabei. Dieser Test unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Laut der Kampfhundeverordnung in Baden-Württemberg gelten nach der Polizeiverordnung die Hunderassen American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pit Bull Terrier und weitere neue Rassen grundsätzlich als besonders gefährlich und aggressiv und damit als „Kampfhunde". Durch den Wesenstest kann das widerlegt werden. „Wenn die Gefährlichkeit widerlegt wurde, haben die Hunde bessere Chancen auf eine neue Familie.“ Michael hat selbst auch drei Hunde. „Einen aus Rumänien, den hat man draußen fast erfrieren lassen. Einen aus einer Kampfhundearena in Serbien und eine Bulldogge aus dem Tierheim.“
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