Schwimmlehrer mit 76

Statt Ruhestand im Schwimmbad – ein 76-Jähriger gibt mehrfach die Woche Schwimmkurse für Kinder der Grundschule Waldbreitbach im Wiedtalbad. 

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Ich habe immer gesagt, ich kann nicht die ganze Welt retten, nur ein ganz kleines Stückchen davon.

Ein Kinderschwimmkurs für seine eigenen Kinder brachte Jürgen vor mehr als 40 Jahren dazu, selbst Lehrer zu werden. Angestoßen durch den DLRG-Vorsitzenden der Ortsgruppe. Ihm war Jürgens Umgang mit Kindern positiv aufgefallen. Die Idee der Allgemeinheit etwas Gutes zu tun, verleitet Jürgen dazu, den Lehrerschein und Rettungsschwimmer zu machen.

In einer schweren Zeit findet Jürgen Sinn in dieser Arbeit. Schwimmen können, betont er, sei lebensnotwendig. Gerade für Kinder. So setzt er sich zum Ziel: So vielen Kindern wie möglich das Schwimmen beizubringen.

Ich bin für viele Kinder ein Ersatzpapa.

Sätze wie diese und sehen, wie er Kindern Sicherheit und Spaß bieten kann, treiben Jürgen an. Jedes fünfte Kind kann in Deutschland nicht mehr schwimmen. Jürgen sieht ein mangelndes Bewusstsein bei den Eltern für die Notwendigkeit, ihren Kindern Schwimmen beizubringen. Und Schulen, denen qualifizierte Lehrkräfte fehlten. Dank Jürgen kann die Grundschule Waldbreitbach seit 26 Jahren im Wiedtalbad einen extra Kurs anbieten.

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SWR