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Wie Sportvereine Einsamkeit lindern wollen

Von Yoga im Park bis Team-Sport im Verein: Der DOSB zeigt, wie Bewegung Begegnung schafft und ist mit dabei bei der „Nacht gegen die Einsamkeit“

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Von Autor/in Andrea Wieland

Dein Verein: Sport, nur besser. Bild: DOSB
Dein Verein: Sport, nur besser. Bild: DOSB

Einsamkeit sei längst kein individuelles, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem, sagt Constanze Gawehn vom DOSB. „Wir wollen Gesundheit, Teilhabe und Zusammenhalt fördern." Daher sei ihnen das Thema Einsamkeit sehr wichtig. Sport verbessere nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Gesundheit.

Projekte mit Bundesförderung

Von 2020 bis 2023 lief das Projekt „Verein (t) gegen Einsamkeit“, gefördert vom Bundesfamilienministerium. Ziel war es, Sport als Begegnungsort sichtbarer zu machen. Neben Öffentlichkeitskampagnen wurde eine „Toolbox“ mit Materialien für Vereine entwickelt – von Plakaten, Social-Media-Bausteinen und sogar einem Film, der zeigt, wie Sport Gemeinschaft fördert.

„Die Angebote müssen so niedrigschwellig wie möglich sein“, erklärt Gawehn. Auch Parks oder öffentliche Plätze könnten als Treffpunkte dienen.

Darauf baut nun das Modellprojekt „Fit und Verbunden gegen Einsamkeit“ auf. Es wird gemeinsam vom Bundesministerium für Familie und vom Bundesgesundheitsministerium finanziert. In sechs Modellregionen sollen Vereine, Kommunen, Migrantenorganisationen und Sozialverbände Allianzen bilden. Ziel ist, gezielt Bewegungsangebote für unterrepräsentierte Gruppen zu schaffen.

Zugang erleichtern – über die „Bewegungslandkarte“

Ein weiterer Ansatz ist die Plattform bewegungslandkarte.de. Dort können Bürgerinnen und Bürger bundesweit nach Angeboten suchen. „Mittlerweile ist der Sport so ausdifferenziert, dass wir für jeden etwas finden, was Spaß machen könnte“, sagt Gawehn.

Sich willkommen fühlen, ohne viel reden zu müssen

Neben Training und Bewegung sei auch das Ehrenamt entscheidend: „Der Sport lebt vom ehrenamtlichen Engagement. Viele finden darin eine sinnstiftende Tätigkeit und das Gefühl: Hier werde ich gebraucht und hier bin ich willkommen.“

Und der Fokus beim Sport liege ja nicht auf der Kommunikation, im Gegensatz zu einem Cafébesuch, bei dem erwartete würde, dass ich mich direkt austausche, schmunzelt Constanze Gawehn. In einem Sportkurs kann man einfach dabei sein, ohne viel reden zu müssen. "Ich denke, das ist einfach ein guter, niedrigschwelliger Zugang für so viele Menschen. Und am Ende brauchen wir ja nicht nur die Verbindung zu anderen Menschen, sondern auch die Bewegung." Das gehöre zu einem gesundem Leben dazu, macht sie deutlich und ergänzt: "We are designed to move!"

Mitmachen bei der "Nacht gegen die Einsamkeit"

Ihr seid ein Verein, Café oder Kulturhaus? Macht mit am 22. November! Tragt jetzt Eure Aktion gegen Einsamkeit in Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg auf unserer Karte ein!

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Andrea Wieland