Niederlagen gehören zum Fußball dazu. In der 2. Liga kann jeder jeden schlagen. So oder ähnlich klingen die gängigen Erklärungsversuche beim 1. FC Kaiserslautern nach dem Spiel beim 1. FC Magdeburg, auch mit etwas Abstand zum Geschehen. FCK-Trainer Torsten Lieberknecht will die 0:3-Pleite in Magdeburg nicht überbewerten: "Es war schon ein gebrauchter Tag und wir haben verdient verloren, aber wir hätten nicht verlieren müssen", so seine Analyse auch am Tag danach (13.09.).
Ein "gebrauchter Tag" in Magdeburg
Wichtig ist dem Coach, dass er keinen echten Leistungsabfall seiner Mannschaft gesehen hat. In der vergangenen Saison war häufiger zu beobachten, dass auf Höhepunkte ein Einbruch folgte. Diesmal war aber die Leistungsbereitschaft ungebrochen. Die Zweikampfwerte waren gut, die Laufleistung auch.
Der Spielverlauf kam dem FCK allerdings gar nicht gelegen. Nach einer guten Viertelstunde schon 0:2 im Rückstand, das brachte natürlich das Konzept durcheinander. Für Abwehrspieler Jacob Rasmussen war das aber eine kollektive Schuld der gesamten Mannschaft und nicht etwa von Simon Asta oder Alex Murphy, die Trainer Torsten Lieberknecht neu in die Startelf brachte.
Erster Rückschlag in der neuen Saison "Magdeburg wollte es mehr": FCK bekommt schmerzhaft die Grenzen aufgezeigt
Der 1. FC Kaiserslautern kassiert beim 1. FC Magdeburg die erste Niederlage der aktuellen Spielzeit. Die Pfälzer sind chancenlos und müssen erkennen, dass sie noch kein Spitzenteam in der 2. Liga sind.
Kollektive Schuld an der Niederlage
Nachdem der FCK in den ersten Saisonspielen vor allem von der guten Leistung der jungen Neuzugänge getragen wurde, ist jetzt die Serie gerissen. Wie diese Niederlage sich in den Köpfen der noch unerfahrenen Spieler auswirkt, bleibt abzuwarten. Aber Trainer Lieberknecht ist zuversichtlich, dass er in Gesprächen dafür sorgen kann, dass das Selbstbewusstsein seiner jungen Spieler dadurch nicht leiden wird.
Auch Rasmussen glaubt nicht, dass er als erfahrener Spieler jetzt allzu viel mentale Unterstützung geben muss. "Die haben nicht zum ersten Mal ein Spiel im Leben verloren, die geben weiter Vollgas", ist sich der Däne im Bezug auf seine Teamkollegen sicher.
Gegen Braunschweig wieder punkten vor der Länderspielpause
Es war klar, dass eine Niederlage früher oder später für den FCK unvermeidlich sein würde. Nun kam sie vielleicht etwas früher als gedacht. Aber für Lieberknecht ist wichtig, wie die Mannschaft jetzt reagiert. Das Spiel gegen Magdeburg wird aufgearbeitet und dann soll sich der Blick schnell auf das nächste Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig richten. Die Ex-Mannschaft von Lieberknecht ist auch nach fünf Spieltagen noch nicht wirklich einzuschätzen. Auf den furiosen Start mit einem 6:1 gegen Magdeburg und einem 3:0 gegen Osnabrück folgten danach zwei Niederlagen und ein Unentschieden.
Natürlich hofft Lieberknecht, dass der FCK gleich wieder in die Erfolgsspur kommt und gegen Braunschweig wieder punktet. Das wäre wichtig, weil danach die erste Länderspielpause ansteht. Und die Grundstimmung soll beim FCK möglichst so positiv bleiben, wie sie zuletzt war. Rassmussen bringt es unverblümt auf den Punkt: "Die Niederlage war scheiße, aber wir sind auf einem guten Weg und eigentlich ist alles ok."