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Mainz-Angreifer Armindo Sieb und das Ende einer ganz langen Durststrecke

Nach dem mauen Saisonstart sorgt das überzeugende 4:1 beim FC Augsburg beim 1. FSV Mainz 05 erst einmal für Ruhe. Einer der Protagonisten des Auswärtssiegs ist Angreifer Armindo Sieb.

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Von Autor/in Johann Schicklinski

Plötzlich sieht die Welt viel schöner aus. Vor etwas mehr als einer Woche hatte die Generalkritik von Nadiem Amiri beim 1. FSV Mainz 05 für großen Wirbel gesorgt. Nach der 0:1-Heimpleite gegen RB Leipzig hatte der Nationalspieler fehlende Kaderbreite moniert und deutlich festgestellt: "Uns fehlen vielleicht ein, zwei Killer vorne, die auch einmal die Chancen reinmachen. Wir sind im Großen und Ganzen vorne einfach nicht gut genug."

Ein Ersatz für den abgewanderten Angreifer Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt) sei bislang nicht gefunden worden, so Amiri weiter. Seine Wutrede gipfelte schließlich in einer "verbalen Ohrfeige" für die aktuellen Mainzer Stürmer: "Die Geilheit auf Tore fehlt uns. Und das ist, was mich nervt."

Mainz

Kohr stellt Negativ-Rekord ein "Heute war Spaß": Kaltschnäuzige Mainzer feiern ersten Saisonsieg

Der FSV Mainz 05 hat in der Fußball-Bundesliga die Trendwende geschafft und den ersten Saisonsieg gefeiert. Beim 4:1-Erfolg in Augsburg stand unter anderem Dominik Kohr im Mittelpunkt.

Stadion SWR1

Vier blitzsaubere Mainzer Tore in Augsburg

Nur eine Woche später erzielten die Rheinhessen beim überzeugenden 4:1-Sieg in Augsburg vier schöne Treffer und zeigten, dass der Verlust von Burkardt im Kollektiv aufgefangen werden kann. Paul Nebel, der gegen Leipzig gesperrt gefehlt hatte, bewies abermals seine Torgefährlichkeit. Kaishu Sano erzielte bei den Fuggerstädtern sein erstes Bundesligator überhaupt und krönte damit seine überragende Leistung. Dominik Kohr traf - und den letzten Mainzer Treffer erzielte mit Armindo Sieb eben einer der zuletzt so deutlich kritisierten Stürmer.

Armindo Sieb: "Wir waren sehr effektiv"

"Wir haben unsere Chancen endlich mal genutzt - im Gegensatz zu den anderen Spielen waren wir sehr effektiv", sagte Sieb am Tag nach dem ersten Bundesligasieg des FSV Mainz 05 in dieser Saison im Gespräch mit SWR Sport. "Wir haben als Team an einem Strang gezogen - und dann lief es einfach."

Sonderlob für Kaishu Sano

Der 22-jährige Sieb zeigte sich erleichtert, dass ihm im siebten Pflichtspiel der neuen Spielzeit der erste Treffer gelang. Gleichzeitig freute sich der Angreifer für den Tor-Debütanten Sano. "Seine Leistung war Wahnsinn, er hat ein super Spiel gemacht. Super auch, dass er jetzt zum ersten Mal getroffen hat."

"Paul Nebel ist ein ganz wichtiges Bauteil"

Ebenso wichtig sei die Rückkehr von Nebel gewesen, so Sieb weiter: "Er ist ein ganz wichtiges Bauteil. Seine Qualität sieht man daran, dass er direkt getroffen hat. Er hat ein großes Selbstbewusstsein und nimmt die Truppe dadurch sehr oft mit. Das tut uns gut."

Ebenso gut tat Sieb auch der eigene Treffer - er bedeutete das Ende einer langen Durststrecke. Letztmals hatte Sieb nämlich am 5. Oktober 2024 getroffen - damals hatte sich Mainz 05 mit 3:0 beim FC St. Pauli durchgesetzt. "Eine kleine Erleichterung war da. Das ist gut für das Selbstbewusstsein, dass ich dann so mit in die nächsten Spiele mitnehmen kann", sagte der 22-Jährige nach fast einem kompletten Jahr ohne Bundesligator.

Und so soll es jetzt weitergehen. "Unser Selbstbewusstsein ist jetzt wieder größer", blickte Sieb voraus. "Wir haben nie die Köpfe hängen lassen, haben immer gearbeitet und versucht, uns zu verbessern. So gehen wir jetzt in die nächsten Spiele - und auch da werden wir auf jeden Fall was hinbekommen."

Mainz bis Jahresende ohne Caci

Allerdings gibt es für die Rheinhessen nicht nur gute Nachrichten nach dem Erfolg am Wochenende: Mainz muss bis zum Jahresende auf Stammspieler Anthony Caci verzichten. Wie der Verein mitteilte, erlitt der 28-Jährige in Augsburg eine Muskelsehnenverletzung im rechten Oberschenkel.

Der Comeback-Zeitpunkt hänge vom "individuellen Heilungsverlauf" ab, sei "aber erst zu Beginn des Jahres 2026 erwartet". Caci war in Augsburg nach 83 Minuten ausgewechselt worden. Mit Ausnahme der Erstrundenpartie im DFB-Pokal hatte der Franzose bislang in jedem Pflichtspiel in der Startelf gestanden.

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Johann Schicklinski