Nadiem Amiri blieb cool, übernahm Verantwortung - und lieferte: Der Mittelfeldstratege des 1. FSV Mainz 05 verwandelte in der 89. Minute einen Handelfmeter nach Eingreifen des VAR und Videobeweis zum 1:1 beim VfL Wolfsburg. Beim Jubel zeigte sich indes, dass von Amiri einiges an Druck abgefallen war. Der Nationalspieler lief in Richtung der eigenen Fans, sprang mit geballter Faust in die Luft und schrie die Freude aus sich heraus.
Fußball | Bundesliga Mainz 05 rettet spät einen Punkt beim VfL Wolfsburg
Am 2. Spieltag der Fußball-Bundesliga holt der 1. FSV Mainz 05 beim VfL Wolfsburg durch einen Treffer von Nadiem Amiri spät ein Remis.
Armindo Sieb dreht die Partie fast komplett
Amiris Treffer veränderte die Lesart des Mainzer Bundesligastarts komplett. Nach dem frühen 0:1 durch Aaron Zehnter (9.) drohte den Rheinhessen ein Null-Punkte- und Null-Tore-Start nach der Heimpleite gegen Köln letzte Woche (0:1). So rettete das Team von Trainer Bo Henriksen bei den Wölfen noch einen Zähler, was wichtig für die Moral ist, und hätte die Partie fast noch komplett gedreht: Armindo Sieb hätte die 05er in der Nachspielzeit fast noch zum Sieg geschossen, der Stürmer traf aber nur die Latte des Wolfsburger Tores.
Mainz-Keeper Robin Zentner: "Hätten gewinnen müssen"
"Dadurch, dass wir so spät den Ausgleich gemacht haben, nehmen wir den Punkt mit und können auch mit ihm leben", resümierte Mainz-Keeper Robin Zentner am ARD-Mikrofon. Gleichzeitig haderte der Schlussmann ein wenig mit dem Resultat: "Wir waren die spielbestimmende Mannschaft und hätten eigentlich gewinnen müssen."
Danny da Costa: "Waren die bessere Mannschaft"
Ähnlich sah es Zentners Mitspieler Danny da Costa. "Aufgrund des späten Ausgleichs und des Spielverlaufs war es eher ein gewonnener Punkt", bilanzierte der Abwehrspieler. "Grundsätzlich hätten wir über die 90 Minuten drei Punkte verdient gehabt, weil wir die bessere Mannschaft waren."
Insgesamt aber könne man positiv in die nun anstehende Länderspielpause gehen, so da Costa weiter: "Wir haben uns für die Gruppenphase der Conference League qualifiziert. Im Pokal haben wir uns den Sieg in Dresden hart erkämpft. In der Bundesliga haben wir uns ein bisschen mehr erhofft - aber die Leistung stimmt."
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Der 1. FSV Mainz 05 tritt in der Saison 2025/26 in der Conference League an. Hier gibt es alles Wichtige zu den Gegnern, Spielterminen, zur Auslosung und zum Modus.
Weiter geht es für den FSV dann nach der Pause mit der Partie gegen RB Leipzig (13.09., 15:30 Uhr). Doch erst einmal heißt es durchzuschnaufen - nach einer intensiven Phase mit fünf Spielen in 14 Tagen. Eine Phase, die die Mainzer laut da Costa gut weggesteckt haben. "Keiner lag mit Krämpfen am Boden, wir sind in einer guten Verfassung", sagte er. "Ich werde mich aber nicht weigern, mal ein wenig abzuschalten."
Um dann gegen die Sachsen mit etwas Verspätung den ersten Dreier der Saison zu holen, so da Costa weiter: "Wenn wir weiter mit dieser Energie agieren, dann kommt der erste Sieg bald."