Erster WM-Test für das DFB-Team

Angelo Stiller - von der Ausbootung zur Startelf-Garantie gegen die Schweiz

Noch vor wenigen Tagen hatte es so ausgesehen, als wären die WM-Hoffnungen für Angelo Stiller vom VfB Stuttgart drastisch gesunken. Nun darf er im ersten WM-Test des Jahres vorspielen.

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Eigentlich war im Kader von Julian Nagelsmann für die Testspiele in der Schweiz am Freitagabend und gegen Ghana (30.3.) gar kein Platz für Angelo Stiller. Bei der ursprünglichen Nominierung hatte der Bundestrainer auf den Strippenzieher des VfB Stuttgart verzichtet.

Nach den verletzungsbedingten Absagen von Aleksandar Pavlovic (Bayern München) und Felix Nmecha (Broussia Dortmund) hatte Nagelsmann Stiller zunächst nachnominiert und ihm auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gar einen Platz in der Startelf zugesichert. Der 24-Jährige wird in der Zentrale neben Bayern-Profi Leon Goretzka agieren.

Nagelsmann sieht Stiller nicht in der Backup-Rolle

"Es ist eine Sondersituation. Und wir hatten deshalb die Denkweise: Was wäre, wenn jetzt WM wäre und diese beiden Spieler die WM nicht spielen könnten", sagte Nagelsmann über den Ausfall des Duos und Stillers auf den ersten Blick etwas überraschende Blitz-Beförderung in die erste Elf.

Auf den zweiten Blick deckt sich Nagelsmanns Aussage aber mit der Begründung, warum er ursprünglich auf Stiller verzichtet hatte. Der 38-Jährige hatte bei der Nominierung in höchsten Tönen vom Stuttgarter gesprochen: "Ein herausragend guter Fußballer mit extrem viel Potenzial und einer sehr konstanten Leistung." Dennoch sehe er Pavlovic "einen Tick vorne". Und die Rolle als Backup sei nicht für Stiller gemacht.

Stuttgart, Freiburg, Hoffenheim, Mainz, Berlin

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Stiller kann Pluspunkte sammeln

Untermauert wird dies nun dadurch, dass Stiller gegen die Schweiz startet und nicht Pascal Groß (Brighton & Hove Albion) oder Anton Stach (Leeds United). Das bei der Nominierung vorgezogene Duo sieht Nagelsmann offenbar mehr in der Rolle "Ergänzungsspieler" als Stiller.

Im Umkehrschluss kann man ableiten: Falls Stiller zur WM fährt, dann höchstwahrscheinlich nur als Stammspieler. Um sich diesen Status zu erarbeiten, kann er am Freitagabend im St.-Jakob-Park von Basel erste Punkte im WM-Endspurt sammeln.

Beim VfB ist Stiller ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Zuletzt führte der 24-Jährige beim 5:2-Sieg beim FC Augsburg einmal mehr glänzend Regie. Stiller hat bislang fünf Länderspiele absolviert. Zuletzt stand er bei der enttäuschenden 0:2-Niederlage in der Slowakei Anfang September 2025 auf dem Platz.

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Redakteur/in
Michi Glang
Michi Glang