Der SSV Ulm 1846 Fußball belohnt sich nach einem couragierten Auftritt am siebten Spieltag der Dritten Liga mit einem Heimsieg. Gegen Mit-Absteiger Jahn Regensburg gewannen die Spatzen im Donaustadion mit 2:1 (0:1).
Nach der Entlassung von Robert Lechleiter, im Anschluss an die 1:3-Niederlage in Saarbrücken, ist man in Ulm noch auf der Suche nach einem neuen Chefcoach. Interimsweise übernahm U19-Trainer Moritz Glasbrenner gegen Regensburg und baute nach der schwachen Defensiv-Leistung gegen Saarbrücken direkt die Abwehr um: Max Scholze und Niklas Kölle rückten für Luis Görlich und den angeschlagenen Lukas Mazagg in die Startelf.
Ulm verpasst frühe Führung, Regensburg schnappt sie sich
Die Partie begann vielversprechend für Ulm, denn die erste Freistoßaktion führte zum ersten Torschuss der Spatzen. Aus sieben Metern erzielte Elias Löder jedoch nicht die Führung, sondern köpfte am rechten Pfosten vorbei. Die Gäste hingegen nutzten ihre erste Chance: Nach einem gescheiterten Klärungsversuch der Ulmer kam Benedikt Bauer zum Abschluss und traf nach vier Minuten zum 1:0 für den SSV Jahn Regensburg.
Danach fassten sich die Gastgeber spürbar ein Herz und spielten mutiger. Insbesondere Leon Dajaku stach immer wieder hervor. Der 24-Jährige Stürmer war maßgeblich beteiligt an den besten Offensiv-Aktionen auf dem Platz, so auch in der 20. Minute: Dajaku dribbelte sich durch zwei Gegenspieler hindurch und passte quer durch den Sechzehner, doch kein Ulmer stand parat, um aktiv zum Ball zu gehen. Sehr passiv war auch der Jahn, von Regensburg kam in dieser Phase des Spiels wenig bis gar nichts.
Spatzen drängen lange auf den Ausgleich
Kurz vor der Pause erwachte Regensburg wieder aus der Trance und kam mit Dustin Forkel zum Abschluss. Ulms Keeper Christian Ortag war jedoch auf den Lupfer vorbereitet und angelte den Ball sicher aus der Luft. Die Führung zur Pause - durchaus schmeichelhaft für die Gäste.
Die Ulmer Fans in der Kurve manifestierten zu Beginn der zweiten Hälfte den Ausgleich und feierten bereits, bevor Löder die Kugel nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff ins Netz drückte. Dem Treffer ging ein kurioser Doppelpass zwischen Paul-Philipp Besong und dem Regensburger Felix Strauss voraus.
Nach einer Stunde: Ulm dreht das Spiel
Der Treffer zum 1:1 gab den Gastgebern ordentlich Auftrieb: Nach einem Fehler im Regensburger Aufbauspiel passte Niklas Kölle auf André Becker, der zum 2:1 vollendete. Die Spatzen führten jetzt durchaus verdient - Regensburg war wieder unter Zugzwang und kam mit Philipp Müller nur wenige Minuten später ebenfalls gefährlich zum Abschluss.
Die Gäste warfen in der Endphase nochmal alles rein, waren sechs Minuten vor Schluss jedoch aufgrund einer roten Karte nur noch in Unterzahl unterwegs. Benedikt Saller streckte Ulms Görlich mit offener Sohle nieder. Elf Ulmer brachten den Sieg gegen zehn angeschlagene Regensburger am Ende verdient über die Zeit. Damit feiert der SSV Ulm seinen dritten Saisonsieg und schiebt sich auf Rang zwölf der Tabelle.
Am achten Spieltag der Dritten Liga trifft der SSV Ulm dann auswärts auf die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim (Sonntag, 28. September, 16.30 Uhr), derzeit auf Tabellenplatz drei.