Sechs Spiele, vier Niederlagen, Platz 15 - die Bilanz des SSV Ulm 1846 Fußball in der 3. Liga liest sich aktuell bescheiden. Nach der 1:3-Niederlage beim 1. FC Saarbrücken haben die Spatzen daher Trainer Robert Lechleiter freigestellt.
Auch die beiden Co-Trainer müssen gehen
"Die Entwicklung der Mannschaft in den letzten Wochen verbunden mit den Ergebnissen aus den bisherigen sechs Ligaspielen haben den Ausschlag für diese Entscheidung gegeben", hieß es in einer Stellungnahme des Vereins. Auch die beiden Co-Trainer Matthias Lust und Christoph Kappel wurden von ihren Aufgaben entbunden.
"Leider waren wir kurzfristig zu diesem Schritt gezwungen. Diese Entscheidung ist uns sehr schwergefallen, da wir Robert außerordentlich schätzen. Er hat die Mannschaft im Frühjahr in einer sehr schwierigen Situation übernommen, einen neuen Geist geweckt und noch nahe an den Klassenerhalt geführt", äußerte sich Vorstand und Geschäftsführer Markus Thiele.
Bis auf Weiteres wird U19-Trainer Moritz Glasbrenner das Training übernehmen und auch am Sonntag beim Heimspiel gegen Jahn Regensburg auf der Spatzen-Bank sitzen. Parallel laufen die Gespräche mit Nachfolge-Kandidaten.
Lechleiter hatte die Spatzen im März von Thomas Wörle übernommen. Er leitete einen kurzen Aufschwung ein, konnte den Abstieg aus der 2. Bundesliga jedoch nicht verhindern. Dennoch hatten die Ulmer Lechleiters Vertrag auf die 3. Liga ausgeweitet, um den durch den Abstieg nötig gewordenen Kader-Umbruch mit dem gebürtigen Rosenheimer zu bewältigen. Insgesamt stand er in bislang 19 Pflichtspielen als Ulmer Chefcoach an der Seitenlinie.
SSV vom Verletzungspech verfolgt
Der SSV hat in der laufenden Saison auch mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen. Nach Kapitän Johannes Reichert erlitt zuletzt auch Neuzugang Dominik Martinovic einen Kreuzbandriss und wird monatelang fehlen.