3. Liga

Big Point im Abstiegskampf: Ulm schlägt Favorit Verl

Der SSV Ulm 1846 Fußball kann doch noch gewinnen. Der 1:0-Erfolg gegen den SC Verl war der erste Dreier seit Anfang Februar. Die Hoffnung im Abstiegskampf lebt.

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Stand

Von Autor/in Johannes Seemüller

Der vom Abstieg bedrohte SSV Ulm 1846 gewann am Sonntagnachmittag im heimischen Donaustadion gegen Aufstiegskandidat SC Verl mit 1:0 (1:0). Den Siegtreffer erzielte Niklas Kölle (42. Minute). Ulm bleibt zwar auf Tabellenplatz 17, machte im Abstiegsrennen aber zunächst etwas Boden gut (Saarbrücken musste am späten Sonntagnachmittag gegen Ingolstadt ran). Der SC Verl rutschte hingegen auf Platz vier ab.

Verl in Ulm: Ballbesitz, aber keine Spielkontrolle

Ulms Coach Pavel Dotchev veränderte seine Startelf gegenüber dem Remis in Cottbus auf zwei Positionen. Für den gelbgesperrten Kapitän Seegert und Streli Mamba (nicht im Kader) begannen Dennis Chessa und Max Brandt. Auch bei den Gästen gab es zwei personelle Veränderungen. Qualid Mhmadi und Jonas Arweiler wurden durch Tobias Knost und Marco Wörner ersetzt.

Verl, das sich zuletzt in beeindruckender Form präsentierte und seine vergangenen drei Ligaspiele gewonnen hatte, übernahm im Donaustadion bei perfektem Fußballwetter (20 Grad) zunächst das Kommando. Doch trotz eines deutlichen Übergewichts in Sachen Ballbesitz taten sich die Ostwestfalen schwer, eine zwingende Torchance herauszuspielen.

Leon Dajaku mit guten Ulmer Torchancen

Diese hatte nach 18 Minuten etwas überraschend Gastgeber Ulm. Leon Dajaku zog aus gut 20 Metern ab, der Ball rauschte aber knapp einen Meter über die Querlatte. Drei Minuten später hätte der 24-Jährige seinen sechsten Saisontreffer erzielen müssen. Dajaku lief allein auf das Verler Tor zu, scheiterte aber mit einem zu schwachen Schuss von der Strafraumgrenze an Keeper Philipp Schulze.

Im direkten Gegenzug kamen auch die Gäste zu einer ersten Torchance (22.). Doch Ulms Torwart Christian Ortag klärte vor Verls Michel Stöcker. Erstaunlich, wie schwer sich das favorisierte Team von Trainer Tobias Strobl in dieser ersten Halbzeit tat. Die vom Abstieg bedrohten Gastgeber konnten das zu erwartende Kombinationsspiel der Verler meist verhindern.

Verdiente Pausen-Führung für Ulm

Nicht nur das, die Ulmer kamen gegen Ende des ersten Durchgangs zu weiteren Torchancen. Zunächst konnte Keeper Schulze Schüsse von Chessa und Röser abwehren, doch in der 42. Minute fiel die Führung der Gastgeber. Chessa setzte sich auf der rechten Seite durch, Dajaku scheiterte noch an Schulze, den Abpraller aber drückte Niklas Kölle dann über die Linie. Der erste Treffer für den Mittelfeldspieler seit Anfang Oktober 2025. Mit dieser 1:0-Führung der Gastgeber ging es zum Pausengetränk.

Im zweiten Durchgang hatte Ulms Stürmer Leon Dajaku in der 52. Minute seine nächste große Torchance. Nach einem Steckball tauchte der Goalgetter vor Verls Schulze auf, jagte die Kugel aber klar über den Kasten. Schon die dritte größere Möglichkeit, die Dajaku nicht verwerten konnte.

Von Verl kommt viel zu wenig

Nach 66 Minuten fiel dann beinahe der Ausgleich. Nach einer Stöcker-Flanke erwischte Torschütze Kölle im eigenen Strafraum den Ball nur mit seinem Oberschenkel, der Ball flog Richtung Ulmer Tor, klatschte aber von der Latte ins Toraus. Das war es aber auch schon fast mit der Verler Offensivherrlichkeit. Die Partie plätscherte dahin, Ulm formierte mit zunehmender Spieldauer ein dichtes Abwehr-Bollwerk. Die Gäste konnten in der üppigen Nachspielzeit eine hervorragende Torchance durch Wörner nicht nutzen.

Es blieb beim verdienten 1:0-Sieg der Ulmer, der durchaus höher hätte ausfallen können. Der Favorit aus Verl hingegen lieferte eine erschreckend schwache Leistung ab.

Schon am Mittwoch geht es weiter

Bereits am kommenden Mittwoch geht es für beide Teams weiter. Die Ulmer müssen im schwäbischen Duell beim VfB Stuttgart II antreten. Der SC Verl empfängt Hansa Rostock. Beide Partien werden um 19:00 Uhr angepfiffen.

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Autor/in
Johannes Seemüller
Johannes Seemüller, SWR-Sportjournalist

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