Bundesliga

Von wegen abgeschenkt: FCH bejubelt Remis gegen Bayer wie einen Sieg

Der 1. FC Heidenheim hat Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen einen packenden Fight geliefert. Wie schon gegen den VfB Stuttgart reichen drei eigene Treffer nicht für einen Sieg

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Stand

Der 1. FC Heidenheim machte durch das 3:3 (0:2) gegen Bayer Leverkusen zwar keine großen Sprünge im Abstiegskampf, dennoch herrschte nach dem Abpfiff große Zufriedenheit über das Spiel, das zwischenzeitlich bereits verloren schien.

"Wir sind eben nicht untergegangen, sondern waren in der Lage das Spiel zu drehen, mit unserer ureigenen Art und Weise", sagte FCH-Trainer Frank Schmidt im SWR-Interview. "Wir haben alles gegeben und haben uns belohnt." Schmidt sprach seiner Mannschaft einen "riesen Respekt" aus und betonte, dass das Auftreten seines Teams keine Selbstverständlichkeit war. "Wir sind Tabellen-18., und wir sind nicht eingebrochen. Wir haben es heute endlich mal geschafft, zurückzukommen und einen Punkt mitzunehmen."

"Pure Freude" empfand der Trainer, der unter der Woche betont hatte, seinen bis 2027 laufenden Vertrag trotz der sportlich prekären Situation erfüllen zu wollen: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mal über einen Punkt so freuen würde, als ob es ein Sieg wäre." Der 52-Jährige freute sich zudem, den Fans "auch mal etwas zurückgeben zu können". Schließlich sei das Team auch in den schwierigen vergangenen Wochen jederzeit unterstützt und nie ausgepfiffen worden.

Heidenheims Absturz in die Zweitklassigkeit dürfte indes mit dem 14. sieglosen Spiel nacheinander und neun Punkten Rückstand auf Relegationsrang 16 dagegen nur noch schwer zu verhindern sein - trotz des Achtungserfolgs. Die Treffer von Hennes Behrens (56.) und des zweimal erfolgreichen Marvin Pieringer (72./Elfmeter/85.) zeigen jedoch, dass die Moral stimmt. Für Leverkusen trafen Malik Tillman (22. Minute) und zweimal Patrik Schick (35./79.).

Stuttgart, Freiburg, Hoffenheim, Mainz, Berlin

SWR Sport | 24. Mai ab 22:00 Uhr SWR Sport mit DFB-Pokalfinale, Europa League-Finale und Nils Petersen

Europa League-Finale mit dem SC Freiburg, DFB-Pokalfinale VfB Stuttgart gegen FC Bayern und der deutsche WM-Kader. Viel Gesprächsstoff mit Studiogast Nils Petersen, Ex-Freiburg-Profi.

Schmidt mit Extra-Lob für SWR-Studiogast Behrens

Zur Pause sah noch alles nach einem klaren Sieg der Leverkusener aus. Dazu schien den Gastgebern wie häufig in dieser Saison auch das Matchglück zu fehlen: Unmittelbar nach Wiederanpfiff traf der eingewechselte Julian Niehues nur den Pfosten. Doch wenig später ließ Behrens den Außenseiter hoffen. Für die 21-jährige Leihgabe der TSG Hoffenheim war es der erste Treffer in der Bundesliga. Am Sonntagabend ist der Linksverteidiger bei SWR Sport zu Gast, um über die sportliche Situation beim FCH zu sprechen.

Schmidt sprach Behrens für seine aufopferungsvolle Leistung ein Lob aus, auch wenn dem Defensivmann am Ende die Kraft ausging: "Er kam schon in der 70. Minute und sprach mit den Physios. Da ging es darum, ob wir ihn auswechseln sollen. Aber die Option habe ich ihm nicht gegeben. Er hat sich durchgebissen, weil er einfach charakterstark ist und eine großartige Mentalität hat."

FCH vor Spiel gegen Gladbach

Der Rückstand auf den Relegationsrang beträgt für den FCH aktuell neun Punkte und kann am Sonntag noch anwachsen, sollte der FC St. Pauli gegen den SC Freiburg punkten.

Nach der Länderspielpause steht für die Heidenheimer am Ostersamstag das Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach auf dem Programm (4. April, 15:30 Uhr).

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Redakteur/in
Michi Glang
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