45 Minuten voller Tiefschläge

FCH erlebt verfluchte erste Halbzeit gegen den BVB

Leart Pacarada sollte die Defensive der Heidenheimer stabilisieren. Bei der Niederlage gegen Borussia Dortmund muss er stattdessen schon früh wieder vom Feld. Es ist nicht der einzige Tiefschlag.

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Von Autor/in Michi Glang

Nur sieben Minuten waren gespielt, da war das Debüt im Heidenheimer Trikot für Leart Pacarada schon wieder beendet. Ohne Einwirkung eines Gegenspielers war der 30-Jährige im Rasen hängengeblieben und musste unter großen Schmerzen am Knie das Feld verlassen.

Trainer Frank Schmidt befürchtete im Sky-Interview eine schwere Verletzung. Es habe "mehrfach geknackt", habe Pacarada ihm berichtet. Der Linksverteidiger war Ende August vom 1. FC Köln verpflichtet worden und sollte im Heidenheimer Kader eine Soforthilfe darstellen. Beim Spiel in Leipzig hatte er noch auf der Bank Platz genommen und war ohne Einsatz geblieben.

Rote Karte und Gegentor für den FCH

Es war nicht die einzige schlechte Nachricht für den FCH an diesem Samstagnachmittag auf dem Schlossberg. Nach 22 Minuten sah Budu Zivzivadze die Rote Karte. Das Foul des Georgiers mit gestrecktem Bein gegen Felix Nmecha sei rotwürdig, aber keine Absicht, befand Schmidt.

Die verfluchte erste Halbzeit für die Heidenheimer nahm ihren Lauf. Serhou Guirassy brachte den BVB in Führung, Maximilian Beier traf in der Nachspielzeit zum 2:0-Endstand (45.+6).

"Die erste Halbzeit war zum Vergessen, der Verlauf war komplett gegen uns. Erst die schwere Verletzung von Paca, dann die Rote Karte. Mit dem Freistoß danach kommt Dortmund zur ersten richtig großen Chance. Und dann fällt das Tor, das darf natürlich nicht passieren", sagte Schmidt im Sportschau-Interview. "Was mich ärgert, ist das zweite Gegentor kurz vor der Halbzeit. Das nimmt uns alle Optionen, im zweiten Abschnitt noch etwas ganz Großes zu schaffen."

FCH kämpft sich ins Spiel

Immerhin: In der zweiten Halbzeit kamen keine weiteren Gegentore, schweren Verletzungen und Roten Karten mehr dazu. "Die Mannschaft hat gekämpft, ist gelaufen und hat sich nicht ergeben und aus dem eigenen Stadion schießen lassen", zollte Schmidt seinem Team Tribut.

Das Minimalziel, keine weiteren Treffer mehr zu kassieren sei erreicht worden, so Schmidt, der vor allem Torwart Diant Ramaj ein Lob aussprach: "Er hat ein überragendes Spiel gemacht und das Tor noch drei, vier Mal gut verteidigt."

FCH beim HSV gefordert

Am kommenden Spieltag tritt der FCH beim Hamburger SV an. Das Duell beim Aufsteiger wird für die Heidenheimer im Kampf gegen den Abstieg schon wegweisenden Charakter haben.

Die verfluchte erste Halbzeit gegen Dortmund wird dann längst vergessen sein, die zweite soll aber noch im Hinterkopf bleiben. "Wir nehmen das Positive mit aus der zweiten Halbzeit. Dass wir nicht auseinandergefallen sind und wir mit unseren Mitteln dagegengehalten haben und die Spieler an die Grenzen gegangen sind."