Sonnenschein, Bratwurst, Pommes und Bier. Eine Stunde entfernt von Kaiserslautern erwartete zahlreiche FCK-Anhänger am Samstag das Paradies für Fußball-Romantiker. Mehr als 2.000 Fans waren dem Ruf der Roten Teufel nach Salmrohr gefolgt. Beim alljährlichen Fanspiel traten die Zweitliga-Profis gegen eine regionale Fan-Auswahl an.
Eine richtige Herausforderung war es für die Profis zwar nicht - mit 17:0 gewann die Mannschaft von Torsten Lieberknecht am Ende gegen die Amateur-Kicker. Erlebnis statt Ergebnis lautete jedoch die Devise für alle Anwesenden. "Das war ein schöner Kick. Das aller wichtigste bei solchen Spielen ist, dass wir uns unseren Fans präsentieren", sagt FCK-Trainer Torsten Lieberknecht im Interview mit SWR Sport.
Publikumsmagnet FCK
"Wenn man sich bei uns im Stadion mal alle Fanclubs zu Gemüte zieht und wo der FCK überall vertreten ist, weltweit auch, dann sieht man, wie weit der FCK ausstrahlt und die Fans noch immer begeistern kann", so der Coach wertschätzend. "Es ist hier keine Pflicht, anzutreten, sondern Freude."
"Spiel des Lebens" für Fan-Auswahl
Die Strahlkraft des FCK und der Kontakt zu den Fans ist auch für die Spieler besonders, sagt Torhüter Julian Krahl: "Ich finde es wieder mal überragend, zu sehen, wie viele Leute uns und den Verein unterstützen. Deswegen ist es für uns immer cool, in diese Regionen zu kommen, wo man normalerweise nicht hinkommt, und die Fans bei der Autogrammstunde kennenlernen kann."
Für viele der Hobby-Fußballer der Fan-Auswahl war es das "Spiel ihres Lebens". FCK-Kapitän Marlon Ritter weiß es zu schätzen, zur Abwechslung gegen einen "freundlichen" Gegner ran zu dürfen. "Wären die Jungs nicht Fan der Mannschaft, hätte es vielleicht im ein oder anderen Zweikampf nochmal ein bisschen mehr weh getan", schmunzelte Ritter. "Für uns ist das Wichtigste, dass sich keiner verletzt hat."
"Ins Blaue rein trainieren" - Sommervorbereitung wird zur Herausforderung
Sportlich sei die Partie wenig aussagekräftig. "Wir haben versucht, das ein oder andere aus dem Training umzusetzen. Ohne dem Gegner zu nahe zu treten, werden diese Saison aber andere Kaliber auf uns zukommen", erklärte der Kapitän. Für den Trainer war die Partie dennoch aufschlussreich: "Es ist spannend zu sehen, wer die Seriösität hat und die Konzentration auch gegen einen Gegner hochhalten kann, der vielleicht nicht so häufig vors Tor kommt. Ein paar Situationen werde ich anmerken," sagt Torsten Lieberknecht.
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0:1 und 1:0 in der Liga, 7:0 in der ersten DFB-Pokalrunde - der 1. FC Kaiserslautern ist angekommen in der neuen Saison - oder?
Aktuell stellt die Sommervorbereitung das Trainerteam vor eine schwierige Aufgabe, denn noch ist der Kader der Lautrer für die kommende Saison nicht fix. "Das ist die Kunst. Du kannst natürlich eine Idee haben, aber umsetzen kannst du sie noch nicht", weiß Lieberknecht. "Das Trainerteam und ich müssen einfach schauen: Was ist jetzt gerade da, was können wir jetzt schon ein bisschen einstudieren, dass man nicht nur ins Blaue rein trainiert."
FCK zum Saisonauftakt in Wolfsburg
"Wir haben einen relativ großen Umbruch gehabt, nicht nur bei den Spielern, sondern auch im Trainerteam", findet auch Marlon Ritter. "Das muss sich erst mal finden. Wir haben jetzt erst eine Woche zusammengearbeitet, so gut kennen wir uns also noch nicht. Aber wir haben ja noch ein paar Wochen bis zum ersten Spieltag in Wolfsburg." In knapp vier Wochen wird es dann ernst für die Pfälzer. Zum Auftakt der Zweitliga-Saison gastiert der FCK bei Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg.