Ein perfekter Saisonstart: Als das Bundesligaspiel zwischen Bayer Leverkusen und der TSG Hoffenheim abgepfiffen war, war der Jubel über den 2:1-Erfolg bei den Kraichgauern groß. Einer aber kam aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus: Fisnik Asllani. Der 23-Jährige hatte zunächst mit seinem ersten Bundesligator (25. Minute) überhaupt die Bayer-Führung von Jarell Quansah (6.) egalisiert und im zweiten Abschnitt den Siegtreffer von Tim Lemperle (52.) vorbereitet.
"Ein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen, hier mein erstes Bundesligator zu schießen. Ich habe jahrelang davon geträumt. Vor allem, weil es die Jahre davor nicht geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt habe", sagte der Angreifer im Sportschau-Interview. "Es macht mich extrem stolz, dass ich dem Team damit helfen konnte."
Asllani: Vollstrecker und Wegbereiter
In der Tat war Asllani der Mannschaft von Trainer Christian Ilzer beim Doublesieger von 2024 eine große Hilfe. Nach prima Vorarbeit von Bazoumana Touré markierte der Angreifer mit einem strammen Schuss vom Fünfmetereck über Leverkusens Keeper Mark Flekken hinweg das zwischenzeitliche 1:1.
Vor Lemperles Treffer setzte Asllani nach einem weiten Schlag von Torhüter Oliver Baumann seinen Körper gegen Quansah so geschickt ein, dass sein Sturmpartner anschließend völlig freistehend zum Abschluss kam. Es war eine Situation, die in der Bundesliga eigentlich nur selten für Gefahr sorgt.
Ilzer: Asllani hat Leihe "perfekt genutzt"
Doch Asllani zeigte bei seiner Rückkehr ins TSG-Trikot eindrucksvoll, wie sehr er während der Leihe zum Zweitligisten SV Elversberg gereift ist. In der vergangenen Saison hatte der fünfmalige kosovarische Nationalspieler mit 18 Toren und neun Assists gehörigen Anteil daran, dass die Saarländer am Aufstieg in die Bundesliga schnuppern durften und sich in der Relegation nur denkbar knapp dem 1. FC Heidenheim geschlagen geben mussten.
"Er hat die Leihe nach Elversberg perfekt genutzt. Ein Riesenkompliment auch dafür, wie sie dort mit ihm gearbeitet haben. Wir haben einen Top-Spieler zurückbekommen", sagte Trainer Ilzer nach dem Abpfiff in Leverkusen. Schon vor seiner Zeit in Elversberg war Asllani verliehen, damals an Austria Wien, wo er in 16 Bundesligaspielen vier Tore erzielt hatte.
Die Hoffnungen sind groß, dass Asllani nun auch bei der TSG voll einschlägt. Während seiner ersten Bundesligazeit im Kraichgau war er in zwei Spielzeiten auf nur zehn Einsätze und 167 Spielminuten gekommen. Wenn er so weitermacht wie beim Auftakt in Leverkusen, dürften daraus in Zukunft deutlich mehr werden. Und wer weiß, wie viele Treffer dann noch dazukommen.