Meinung

Hitzeschlacht im Kinderfußball? Nein, danke!

Kinder- und Jugendfußball bei 37 Grad, aufgeheizte Kunstrasenplätze und Verbände, die ihre Verantwortung abladen. Das ist unverantwortlich, findet Sport-Redakteur Claus Hoffmann.

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Von Autor/in Claus Hoffmann

Im Bereich der drei Landesverbände – Württembergischer, Badischer und Südbadischer Fußballverband – finden am Wochenende offizielle Meisterschaftsspiele in den Jugendligen statt (Rheinland-Pfalz ist schon in der Sommerpause). Dabei machen die Verbände klar: Die Verantwortung liege bei den Vereinen und den Schiedsrichtern. Sie sollen die Hitzeregelungen des DFB vor Ort umsetzen.

Am Wochenende sollen es im Südwesten bis zu 37 Grad werden, und im Kinder- und Jugendfußball stehen in Baden-Württemberg offizielle Meisterschaftsspiele in den Ligen an. Häufig auf Kunstrasenplätzen, die sich enorm aufheizen. Von den Fußballverbänden in Baden-Württemberg gibt es bisher keine offiziellen Einschränkungen oder gar Absagen. Für mich ist dies ein großes Versäumnis.

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Kann man den offiziellen Spielbetrieb bei Kindern und Jugendlichen an diesem Hitze-Wochenende wirklich verantworten? Aus meiner Sicht gibt es da ein klares NEIN. Natürlich, auch die Vereine und deren Trainer haben grundsätzlich selbst die Möglichkeit abzusagen oder eine Spielverschiebung zu beantragen. Auch die Eltern könnten (müssten?) ihre Kinder aus den Mannschaften nehmen. Schließlich sind sie für das Wohl ihrer Kinder verantwortlich. Allein, mir fehlt der Glaube, dass das passiert.

Deshalb bräuchte es meines Erachtens von Seiten der Verbände ein klares Signal: Kein Kinder- und Jugendfußball bei solchen Temperaturen. Der Spieltag müsste abgesagt und die Spiele verlegt werden. Das wäre für mich verantwortungsvoll.

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Absagen bedeuten zwar organisatorischen Aufwand, aber die Gesundheit der Kinder hat Vorrang. Den Kindern, den Eltern, Trainern, Vereinen und auch den Schiedsrichtern wäre damit definitiv geholfen. Es gäbe keinen Interessenskonflikt. Doch was passiert? Die Verantwortung wird von den Verbänden weitergereicht. Das finde ich verantwortungslos.

So kommt es an diesem Wochenende im Kinder- und Jugendfußball zu Hitzeschlachten. Ich hoffe nur, dass alles gut geht.

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