Lange hatten die KSC-Fans gewartet und gehofft - am Donnerstag ist den Karlsruhern doch noch ein Schnäppchen gelungen - eine gute Woche vor Transferschluss. Mit Shio Fukuda wechselt ein hoffnungsvoller Offensivspieler vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach zu den Badenern. Der 21-Jährige wird zunächst ausgeliehen, angeblich besitzt der KSC nach Saisonende eine Kaufoption für den Japaner.
Topscorer bei japanischen Highschool-Turnieren
Shio Fukuda kann auf einen interessanten Karriere-Weg zurückblicken. Geboren in Kanoya City, einer 100.000-Einwohner-Stadt, begann er beim FC Takayama mit dem Fußballspielen. Als erfolgreicher Highschool-Fußballer in Japan machte er später zahlreiche Scouts auf sich aufmerksam, konnte sich bei diversen Turnieren auszeichnen, gehörte regelmäßig zu den Topscorern und spielte für die japanischen U-Nationalmannschaften. Fukuda geriet auch bei deutschen Vereinen ins Blickfeld: Im Januar 2023 wechselte der Offensivspieler mit erst 18 Jahren zu Borussia Mönchengladbach.
Fukuda war sehr erfolgreich in Gladbachs Regionalligateam
Bei der Borussia kam er zu elf Kurzeinsätzen in der Bundesliga, in denen ihm im Januar gegen Wolfsburg auch ein Treffer gelang. In der U19 der Borussia schoss er in acht Einsätzen sieben Treffer. Auch in der Regionalliga-Mannschaft der Gladbacher bewies Fukuda seinen Torinstinkt und sein Gefühl, gefährliche Situationen vor dem gegnerischen Tor zu kreieren: Elf Tore und sechs Assists sind eine vorzeigenswerte Scorer-Bilanz nach 36 Partien.
Alternative für den Angriff
Jetzt soll Shio Fukuda mit seinen Offensivqualitäten das KSC-Team beleben. Schließlich waren die Alternativen im Sturm für Trainer Christian Eichner bislang eher rar gesät. Vielleicht bekommt der 1,78 Meter große Angreifer bereits am Samstag (ab 13:00 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig seine erste Bewährungschance. Es sei möglich, dass der 21-Jährige am schon im Kader stehe, sagte Trainer Christian Eichner am Donnerstag. "Er wird Konkurrenzkampf reinbringen". Eichner erwarte jedoch nicht, "dass er am Samstag ins Stadion kommt und Stürmer Nummer eins" ist.
Falls Fukuda nicht zum Zuge kommt, kann sich Fukuda immerhin schonmal als Zuschauer an die grandiose Stimmung im neuen Wildpark gewöhnen. Mit einem weiteren Heimsieg könnten sich die noch ungeschlagenen Karlsruher (vier Punkte aus zwei Spielen) in der Spitze der Zweitligatabelle festsetzen.