Nach einem stark ausgespielten Konter hatte Aitor in der 30. Minute OFI Kreta in Führung gebracht. Hoffenheim war in der Folge zwar das bessere Team, erspielte sich aber zu selten wirklich gefährliche Torchancen. Auch im zweiten Durchgang blieb Hoffenheim am Drücker, ein Treffer wollte aber nicht fallen. Stattdessen entschied Georgios Kanellopoulos in der 84. Minute mit seinem Tor das Spiel. So unterlagen die Kraichgauer letztlich unglücklich mit 0:2.
Gegen den griechischen Pokalsieger starteten die Gäste aus Hoffenheim eher zurückhaltend. Die Kraichgauer überließen den Hausherren aus Kreta in der Anfangsphase den Ballbesitz, den diese jedoch zunächst nicht in Zählbares ummünzen konnten. Da aber auch Hoffenheim wenig zwingend agierte, spielte sich die Partie in der ersten Viertelstunde vermehrt im Mittelfeld ab. Danach aber fand Hoffenheim immer besser ins Spiel und verschaffte sich ein leichtes Übergewicht mit deutlich mehr Ballbesitz, große Torchancen ergaben sich dadurch aber nicht.
Hoffenheim kommt besser ins Spiel, Kreta trifft
Stattdessen jubelten plötzlich die Gastgeber. Mitten in die stärkere Phase der Hoffenheimer hinein überraschte Kretas Torwart Nikos Christogeorgos mit einem weiten Abschlag die Hintermannschaft der Kraichgauer. Mit einem robusten aber regelkonformen Rempler gegen den strauchelnden Albian Hajdari verschaffte sich Kenan Kodro auf Höhe der Mittellinie Platz, erlief den langen Ball und legte im Sechzehner quer. Aitor vollendete mit einem satten Linksschuss ins Hoffenheimer Gehäuse - 1:0 für Kreta. Eine schmeichelhafte Führung mit dem ersten Torschuss des Spiels.
Die Spieler der TSG ließen sich von diesem Rückschlag jedoch nicht beeindrucken, blieben weiterhin das besser Team und kamen nun auch zu Abschlüssen. Doch weder Adam Hlozek noch Patrick Wimmer zielten genau genug (34./41.). So ging es mit 0:1 aus Sicht der Hoffenheimer in die Pause.
Kreta lauert auf Konter
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blieb Hoffenheim die bestimmende Mannschaft, doch auch jetzt schafften die Gäste es zu selten gefährlich zu werden. Die beste Chance bot sich Hlozek in der 51. Minute, doch sein Schuss ging rund einenhalb Meter am griechischen Tor vorbei. Kreta hingegen zog sich weit zurück, wartete auf Konterchancen und bekam diese auch. Nach einem tiefen Pass über links legte Aitor den Ball für Taxiarchis Fountas auf, der knapp am Gästetor vorbeischoss. Glück für Hoffenheim, Oliver Baumann wäre wohl chancenlos gewesen (55.).
In der 61. Minute hätte es dann 1:1 stehen können. Nach einem haarsträubenden Fehler in Kretas Aufbauspiel fiel der Ball im Strafraum vor die Füße von Hoffenheims Stürmer Andrej Kramaric. Der drehte jedoch eine Pirouette zu viel, sodass Keeper Christogeorgos den Fehler seiner Hintermannschaft ausbügeln konnte. Eine Riesenchance für die Kraichgauer.
Hoffenheim besser, trifft aber nicht
Das Spiel nahm jetzt merklich an Fahrt auf. Nach 64 Minuten schoss der eingewechselte Neu-Nationalspieler Bambasé Conté nur knapp übers Tor. Hoffenheim kam dem Ausgleich immer näher, die Gastgeber hingegen schafften es kaum noch für Entlastung zu sorgen. Erst nach 71 Minuten tauchten die Griechen wieder vor dem Hoffenheimer Tor auf, wurden aber wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Auf der Gegenseite prüfte Conté abermals den Schlussmann der Griechen, der aber im Nachfassen parierte (77.). So langsam lief der Mannschaft von Trainer Christian Ilzer die Zeit davon.
Kreta trifft zur Entscheidung
Nach 83 Minuten beendete Georgios Kanellopoulos dann alle Hoffenheimer Hoffnungen. Nach einem Eckball von Borja González sprang der Mittelfeldmann am Höchsten und köpfte unhaltbar für Baumann ins Hoffenheimer Gehäuse - 2:0, die Entscheidung. Hoffenheim bäumte sich zwar noch einmal auf, traf aber nicht mehr. So siegte OFI Kreta letztlich mit 2:0, ein bitterer Fehlstart für Hoffenheim.
Die nächste Chance auf Punkte in der Europa League hat die TSG Hoffenheim am 15. Oktober. Dann empfangen die Kraichgauer das türkische Spitzenteam Besiktas Istanbul. OFI Kreta trifft zeitgleich auswärts auf Stade Rennes.