Frust bei den Badenern

Mehr als drei Monate ohne Heimsieg: KSC tritt nach Remis gegen Düsseldorf auf der Stelle

Der Karlsruher SC tritt in der 2. Liga nach dem 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf auf der Stelle. Der Auftritt der Badener gegen die Rheinländer war enttäuschend.

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Von Autor/in Johann Schicklinski

Am Ende stand ein Punkt für den Karlsruher SC - und dieser eine Zähler war noch eher glücklich. Das 1:1 (0:1) im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf hilft der Mannschaft von Trainer Christian Eichner nicht groß weiter. Spielerisch nicht, weil die Darbietung gegen die Rheinländer in der Offensive dann doch zu dünn war. Tabellarisch nicht, weil der KSC mit nun 27 Punkten aus 21 Spielen als Neunter auf der Stelle tritt.

Zwei Negativserien für den Karlsruher SC gehen weiter

Der Blick bei den Badenern muss angesichts von nur noch fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang 16 eher nach unten gehen - erst recht, wenn man sich die Negativserien anschaut: Von den vergangenen zehn Ligapartien gewann der KSC nur eine einzige. Gegen Düsseldorf konnte das Team vom Wildpark auch das 14. direkte Duell in Serie nicht für sich entscheiden. Und seit dem 01.11. (2:1 gegen Schalke) gelang kein Heimsieg mehr.

KSC-Trainer Christian Eichner: "Punkt ist sehr wertvoll"

Dementsprechend durchwachsen war die Stimmung bei den Gastgebern nach der Partie. "Beide Mannschaften taten sich über 90 Minuten schwer", urteilte KSC-Coach Eichner im Gespräch mit SWR Sport: "Bei uns fehlen die letzte Passqualität und ein wenig der Esprit. Deswegen ist es für uns sehr wertvoll, dass wir noch einen Punkt mitgenommen haben."

Cedric Itten (41. Minute) hatte Kellerkind Düsseldorf in Führung gebracht. Vor dem Gegentreffer hatten sich KSC-Keeper Hans Christian Bernat und Paul Scholl gegenseitig behindert. Dzenis Burnic (54.) gelang in der zweiten Hälfte zwar der Ausgleich, doch im Anschluss war die Fortuna dem Sieg näher und hatte auch die besseren Möglichkeiten. Karlsruhe spielte über weite Strecken zu unkreativ und ideenlos nach vorne.

Eichner sieht zu viele Fehler bei seinem Team

"Es gibt Fehler, die man unter Druck macht, und es gibt 'unforced errors'", nannte Eichner die Gründe, warum es erneut nicht zu einem Heimsieg gereicht hatte. Gerade was die unerzwungenen Fehler angehe, agiere sein Team gerade nicht am Limit, so der frühere Profi weiter: "Wir verlieren die Bälle zu schnell. Das müssen wir viel, viel besser machen." Dennoch sei Eichner mit dem Engagement seiner Mannschaft weitgehend zufrieden gewesen: "Den Punkt hat sie sich dadurch verdient."

Dzenis Burnic: "Höhen und Tiefen"

Das sah auch KSC-Torschütze Burnic so. "Wir kriegen so ein Eier-Gegentor. Mein Treffer war dann ein Befreiungsschlag", gab er zu.

Weiter geht es für die Badener am nächsten Freitag mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg (13.02., 18:30 Uhr). Für Mittelfeldspieler Burnic gilt es jetzt dranzubleiben, um den Erfolg irgendwann auch zu erzwingen. "Es gibt immer wieder Höhen und Tiefen", sagte er: "Wir arbeiten tagtäglich hart und man sieht, trotz der schwierigen Phase gerade, dass wir positiv bleiben."

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Johann Schicklinski