Fabian Schleusener spielt eine starke Saison für den Karlsruher SC. Zehn Tore hat der Angreifer nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich beim 1:3 (1:1) gegen Hannover 96 bereits auf dem Konto. Doch Schleusener wäre es lieber gewesen, der KSC hätte etwas Zählbares mitgenommen aus der Partie.
So aber sorgten Kolja Oudenne (81.) und Daisuke Yokota (90.+8/Foulelfmeter) für den Erfolg der Gäste, die weiter um den Aufstieg spielen. Die frühe Führung für die Gäste hatte Mustapha Bundu (16.) erzielt.
"Schleuse" mit KSC-Leistung zufrieden
Schleusener wusste die 90 Minuten nach dem Abpfiff nicht so recht einzuordnen. "Grundsätzlich ist Toreschießen immer ein sehr schönes Gefühl für einen Stürmer. Aber ich hätte hintenraus lieber gewonnen", sagte der 34-Jährige im Sportschau-Interview. Mit seinem persönlichen Auftritt war er zufrieden: "Ich habe gesagt, dass ich mich so verabschieden möchte, wie ich mich die letzten sechs Jahre hier präsentiert habe. Das ist mir ganz wichtig."
Zufrieden war "Schleuse" auch mit dem Auftritt der gesamten Mannschaft. "Das Gefühl ist besser als das, was auf der Anzeigetafel steht. Wir sind sehr mutig ins Spiel gegangen, auch gegen den Ball, haben eine gewisse Wildheit ausgelöst", sagte der Angreifer. "Ich habe Hannover in dieser Saison schon deutlich überlegener gesehen. Hintenraus steht das 1:3, auch wenn es sich gar nicht so anfühlt."
Zukunft von Schleusener noch offen
Der scheidende KSC-Trainer Christian Eichner hatte ebenfalls eher ein "Unentschieden-Spiel" gesehen: "Aber es gab so ein, zwei Kleinigkeiten, die dann heute in die andere Kabine gekippt sind." Groß ins Gewicht fällt das bei der Saison der Badener nicht mehr. Mit 40 Punkten hat der KSC weder Ambitionen nach oben noch Sorgen nach unten.
Wichtiger sei es, die Saison nicht austrudeln zu lassen, hatte Eichner zuletzt bereits gefordert. Gegen Hannover erfüllte das Team die Vorgabe. Das Team, zu dem Schleusener ab dem Sommer nicht mehr gehören wird. Und wie geht es persönlich für ihn weiter? "Erstmal mit der Familie in Urlaub fliegen nach der Saison", so der Stürmer. "Beruflich weiß ich noch nicht, wie es weitergeht. Ich fühle mich körperlich super gut. Ich glaube, das hat man heute auch gesehen. Ich spiele mit zehn Toren eine der besten Saisons. Ich bin sehr vorfreudig auf alles, was kommt." Schleusener mag mit 34 Jahren zwar zu den älteren Kickern gehören, zum alten Eisen gehört er aber noch nicht.