Betrachtete man am späteren Freitagabend rein das Ergebnis in Elversberg, konnte man sich nur schwer vorstellen, dass es in der Analyse auch positive Ansätze geben könnte. 0:3 verloren - was kann da schon positiv sein?
Den Beweis, dass man auch bei einer so klaren Niederlage differenziert auf die Leistung blicken kann, lieferte KSC-Trainer Christian Eichner. "Insgesamt fand ich, es war ein sehr ordentlicher Auftritt." Explizit sprach er die Anfangsphase an, in der Karlsruhe durchaus hätte in Führung gehen können. Stattdessen gelang Elversbergs Immanuel Pherai in der 26. Minute der Führungstreffer für die Gastgeber. War das also der Knackpunkt? Nein - wenn es nach Christian Eichner geht: "Verloren haben wir das Spiel meiner Meinung nach in den zehn Minuten nach der Pause."
Elversberger Doppelschlag entscheidet das Spiel
Pherai mit seinem zweiten Tor (53.) und Tom Zimmerschied (62.) erhöhten für die SVE nach dem Seitenwechsel auf 3:0. "Es ist so, dass die eine Mannschaft gut rauskommt und die andere Mannschaft weniger gut", fasste Eichner die Ereignisse nach dem Wiederanpfiff zusammen. "Wenn du hier 0:2 oder 0:3 zurückliegst, dann ist es natürlich schwer. Trotzdem fand ich die Reaktion meiner Jungs danach total anständig", so Eichner weiter.
Nach der 0:3-Niederlage im Saarland hat der KSC weiter 40 Punkte auf dem Konto und befindet sich im Tabellenmittelfeld der 2. Bundesliga. "Es war fußballerisch ein Schritt nach vorne. Trotzdem sieht man in dem einen oder anderen Moment, dass uns zu diesen Teams einfach etwas fehlt", sagte Christian Eichner. Die SV Elversberg steht bei 55 Punkten und darf auf Tabellenplatz drei weiter vom Aufstieg in die Bundesliga träumen (Hannover 96 kann am Samstagabend mit einem Sieg wieder an Elversberg vorbeiziehen).