Bundesliga

Lange To-do-Liste der TSG Hoffenheim vor dem Dortmund-Spiel

Die TSG Hoffenheim rutscht im Spitzenfeld der Bundesliga-Tabelle weiter ab. Coach Christian Ilzer macht klar, was er im Topspiel gegen den BVB anders sehen will.

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Nach dem nächsten Dämpfer im Kampf um die Champions League gab sich Hoffenheims Trainer Christian Ilzer entschlossen. "Wir wissen genau, was zu tun ist", verkündete der Coach der TSG. Die To-do-Liste der Kraichgauer für die neue Trainingswoche ist umfangreich. Schließlich zeigte das 2:2 (2:2) vom Freitagabend beim FC Augsburg, dass Hoffenheim von einer Champions-League-Form derzeit weit entfernt ist. Und just am Wochenende kommt es zum Härtetest mit dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund.

Hoffenheim steht nicht mehr auf einem Champions-League-Platz

Angesichts von nur einem Sieg aus sieben Partien in der Fußball-Bundesliga und zuletzt zwei bitteren Niederlagen bemühte sich Ilzer zunächst zwar, das Remis von Augsburg positiv zu werten. Den Punkt "werden wir auch so einordnen, dass wir ihn als Erfolgserlebnis mitnehmen, weil er auch ganz, ganz wichtig ist für unsere Köpfe", sagte der Österreicher. Rein tabellarisch ließ das Unentschieden die TSG auf Rang sechs rutschen; Bayer Leverkusen (52 Punkte) zog dank eines 1:0 am Samstag in Dortmund an Hoffenheim (51) vorbei.

Und wie will Hoffenheim nun doch wieder hochklettern unter die besten Vier der Liga und damit die Teilnahme an der extrem lukrativen Champions League schaffen? Vor allem die Defensive bleibt im Fokus, wie Ilzer betonte: "Wie wir die Gegentore kassieren, wie wir diesen Lattentreffer hinnehmen müssen, das sind einfach Verhaltensweisen, die müssen wir verändern, um dann auch wieder bessere Chancen auf gute Ergebnisse und auf Siege zu haben."

Hoffenheim-Coach fordert anderes Zweikampfverhalten

Viel zu unentschlossen hatten die Gäste bei den frühen Gegentreffern durch Alexis Claude-Maurice (11. Minute) und Michael Gregoritsch (14.) verteidigt. Nach den Toren der Hoffenheimer Robin Hranac (35.) und Bazoumana Touré (42.) scheiterte Augsburgs Österreich-Nationalspieler Gregoritsch kurz vor der Pause an Aluminium. Am meisten Glück aber hatte Hoffenheim in der 85. Minute, als Claude-Maurice einen Foulelfmeter über das Tor schoss.

"Ich glaube, der Start war katastrophal", sagte Leon Avdullahu. "Wir haben definitiv gut reagiert, aber waren viel zu wenig im Spiel. Es hat sehr viel gefehlt heute." Der Mittelfeldspieler forderte: "Wir müssen definitiv eine Reaktion zeigen und wieder mal ein Spiel gewinnen." Wie diese Reaktion auszusehen hat, das präzisierte Coach Ilzer: "Wir müssen das Zweikampfverhalten verändern, müssen viel aktiver sein in allen Belangen, ob das jetzt der schnelle Fuß ist, ob das jetzt die Kommunikation ist, ob das die Aktivität ist."

Hoffenheim-Keeper Baumann rückt in die Top Ten auf

Die Chancen auf den Einzug in die Königsklasse ist für Hoffenheim weiter da. Sich in Tabellenkonstellationen und -prognosen zu verlieren, das bringe derzeit aber nichts, mahnte Kapitän Oliver Baumann. "Ich finde, wir sollten nicht zu viel darüber reden, was am Ende der Saison passiert", sagte der Torhüter.

Er bestritt in Augsburg sein 518. Bundesliga-Spiel und zog damit in der ewigen Bestenliste in die Top Ten ein. "Ich bin extrem stolz drauf", sagte er. "Das bedeutet mir persönlich extrem viel. Es steckt ja ein bisschen Arbeit dahinter und ein paar Jahre harte Arbeit. Ja, ist schön."

Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR