Bundesliga

Warum Hoffenheims Sieg beim HSV mehr als nur drei Punkte bringt

Mit dem Sieg beim HSV ist Hoffenheim sicher in der Europa League. Nun wollen die Kraichgauer mehr. Trainer Christian Ilzer freut sich daher nicht nur über die drei Punkte.

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Von Autor/in Michael Richmann

Die TSG Hoffenheim lässt dem VfB Stuttgart keine Ruhe. Denn mit dem 2:1-Sieg beim Hamburger SV setzt Hoffenheim die Schwaben eine Woche vor dem direkten Duell im Kampf um die Champions League enorm unter Druck. Ein Ausrutscher könnte den Unterschied zwischen Champions- und Europa-League machen.

Deswegen ist der neue Vereinsrekord von 17 Siege in einer Saison für Trainer Christian Ilzer auch eher eine Randnotiz: "Kurz freuen und dann schon wieder konzentrieren, dass da noch der eine oder andere Sieg dazu kommt." Denn auch Hoffenheim steht unter Druck: "Wir träumen von der Champions League. Aber wir wollen nicht nur davon reden, sondern auf dem Platz zeigen, dass wir auch in diesem Konzert der ganz Großen mitmischen können", sagte Ilzer im Interview mit SWR Sport.

Hoffenheim steht unter Druck

Dabei steht Hoffenheim gleich doppelt unter Druck: Denn Bayer Leverkusen hofft nach dem Derby-Sieg beim 1. FC Köln ebenfalls wieder auf die Champions League. Gewänne der FC Bayern München in diesem Jahr den Henkelpott, reicht sogar Platz fünf, um nächste Saison im lukrativsten der drei Europapokal-Wettbewerbe mitspielen zu dürfen.

Immerhin: Einen Gefallen hat der VfB Stuttgart der TSG Hoffenheim bereits getan: Durch den Einzug ins DFB-Pokalfinale reicht diesmal auch Platz sechs für die Europa League und davon ist Hoffenheim nicht mehr zu verdrängen.

Trainer Ilzer lobt Hoffenheims wiedergewonnene Resilienz

Daher lobte Christian Ilzer auch die wiedergewonnene Resilienz seines Teams. Denn nach zuletzt eher wackeligen Leistungen, als Hoffenheim auf der Zielgeraden die Luft auszugehen schien, haben sich die Kraichgauer bei den Siegen gegen Borussia Dortmund und beim HSV wieder jene Willenskraft bewiesen, die ihnen im Februar schon einen komfortablen Fünf-Punkte-Vorsprung beschert hatten. "Mir hat die Reaktion auf den Ausgleich gefallen: Wir waren sofort wieder im Spiel und haben sofort mit der Chance geantwortet. Wir haben das Spiel noch vor der Pause korrigiert", sagte Ilzer.

Der Trainer sah trotzdem noch Verbesserungspotenzial: "In der zweiten Halbzeit war es dann ein wildes Hin und Her, wo wir natürlich Situationen besser zu Ende spielen sollten, um das Spiel auch früher zu entscheiden." So hat sich Hoffenheim "in einem wilden Spiel" seiner Meinung nach "einen Arbeitssieg geholt. Und da steht das Ergebnis über allem".

Fisnik Asllani (18.) hatte den Hamburger Abwehrriegel das erste Mal durchbrochen. Robert Glatzel hatte zwischenzeitlich für Hamburg ausgeglichen. Tim Lemperle (45.) hatte kurz vor dem Seitenwechsel den Siegtreffer erzielt. Mit etwas Glück, wie Lemperle zugab: "Ich glaube, es war so eine Pingpong-Situation. Dann kommt der Ball perfekt durch von Albi [Albian Hajdari, Anm. d.Red.]. Und ich sage: Danke."

Hoffenheim freut sich auf den Showdown gegen den VfB Stuttgart

Mit der Führung im Rücken, konnte Trainer Ilzer das Spiel dann auch genießen: "Beeindruckende Kulisse. Hier musst du dich als Auswärtsteam erst einmal durchsetzen. Das gelingt nicht vielen Mannschaften. Das ist kein einfacher Job."

Das wird in der kommenden Woche wohl ähnlich sein. Denn am Samstag (15:30 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) kommt es in Sinsheim zum großen Showdown und Hoffenheim hat die Chance gegen den VfB Stuttgart einen riesigen Schritt in Richtung Champions League zu machen. "Es ist natürlich jetzt das große Ziel von uns", sagte Lemperle, "und dafür holen wir jetzt nochmal alles raus".

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Autor/in
Michael Richmann
Michael Richmann ist Sportredakteur, Podcast- und Feature-Autor für SWR Sport und SWR Kultur.