Fußball | Bundesliga

Hoffnung auf den Augsburg-Effekt: Mainz 05 braucht die Trendwende

Wie in der vergangenen Saison kommt der 1. FSV Mainz 05 in der Bundesliga nur schwer in Tritt. Die Erinnerungen an den kommenden Gegner und die Rückkehr von Paul Nebel sind echte Mutmacher.

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Von Autor/in Michi Glang

Drei Spiele, kein Sieg zum Auftakt. Für die Mainzer wiederholt sich die Geschichte aus der Saison 2024/2025. Nach der 0:1-Niederlage gegen RB Leipzig steht die Mannschaft von Trainer Bo Henriksen vorerst im Tabellenkeller.

Eine weitere Parallele: Auch in diesem Jahr reisen die Rheinhessen am vierten Spieltag zum FC Augsburg (Samstag, ab 15:30 Uhr live in SWR 1 Stadion). Bei den 05ern werden da gute Erinnerungen wach.

Mainzer legen nach Sieg in Augsburg Serie hin

Im vergangenen Jahr feierten die Mainzer einen umkämpften 3:2-Erfolg bei den Schwaben. Dabei zeigte die Henriksen-Elf in der Anfangsphase eine starke Leistung und führte schnell mit 2:0. Nach dem Anschlusstreffer des FCA und einer unnötigen Gelb-Roten Karte retteten die 05er den Sieg in der zweiten Halbzeit ins Ziel.

Vor allem die Art und Weise, wie der Sieg damals erkämpft und erzwungen wurde, sorgte dafür, dass der Abend des 20. September 2024 zur Initialzündung in der Saison des Bundesligisten wurde. Dank einer starken Serie lagen die Mainzer am Ende Hinrunde auf Rang sechs. Letztlich gelang die Qualifikation für die Conference League.

Wilder Ritt und irrer Sieg von Mainz in Augsburg!­ DEIN FSV #114 | SWR Sport

Nordin mit ansteigender Form bei den 05ern

Überragender Mann der Rheinhessen war damals Jonny Burkardt, der nach seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt bekanntlich am Samstag nicht mehr zum Matchwinner werden kann. Während die Mainzer in der Tat in der Offensive noch ihren Rhythmus suchen, so liefern doch einige Akteure Grund für Optimismus.

So zeigte der Franzose Arnaud Nordin, der beim 1:1 in Wolfsburg sein Startelf-Debüt gefeiert hatte, zuletzt stark ansteigende Form und war auch gegen Leipzig der mit Abstand agilste Akteur im Angriff der Mainzer.

Mainz 05: Paul Nebel kehrt zurück

Noch größere Hoffnungen setzen die Anhänger - wieder an einem 20. September - auf Paul Nebel, der am ersten Spieltag gegen Köln wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte und in den letzten beiden Spielen in der Mainzer Offensive schmerzlich vermisst wurde.

Der 22-Jährige hatte sich in der vergangenen Saison ins Rampenlicht gespielt und war mit 16 Scorerpunkten einer der Garanten dafür, dass es für die 05er mit der ersten Europapokal-Teilnahme seit neun Jahren klappte.

Mittlerweile gehört Nebel sogar zum Kreis der Nationalmannschaft, bei der er für die WM-Qualifikationsspiele in der Slowakei und Nordirland erstmals im Kader stand, aber (noch) nicht zum Einsatz. Bundestrainer Julian Nagelsmann nominierte Nebel nicht zuletzt wegen dessen starker Auftritte bei der U21-EM.

Nebel im letzten Jahr noch auf der Bank

Bei dem Turnier gehörte der Mainzer in einer starken deutschen Mannschaft zu den Leistungsträgern, den Titel verpasste das Team durch eine 2:3-Niederlage gegen England denkbar knapp. Nebel hatte mit einem fulminanten Rechtsschuss das zwischenzeitliche 2:2 erzielt. Ein Treffer, so sehenswert, dass er zum Tor des Monats gewählt wurde.

Verliehen wurde Nebel die passende Medaille von Teamkollege Nadiem Amiri. Der 28-Jährige war im Januar 2021, damals noch im Trikot von Bayer Leverkusen, ebenfalls schon einmal Torschütze des Monats. Nebel freute sich über die Auszeichnung, legte den Fokus aber schon wieder auf das kommende Spiel. "Wir müssen einfach auch unsere Bissigkeit auf den Platz bringen, was uns in der letzten Saison ausgezeichnet hat", sagte er im Gespräch mit SWR Sport.

Auf Nebels Qualitäten setzen die Mainzer auch am Samstag. Eine Sache wird in Augsburg dann übrigens doch anders sein als im Jahr 2024. Damals saß Paul Nebel noch 90 Minuten auf der Bank, dieses Mal wird er sicher in der Startelf stehen, sofern er fit ist.