Allen voran die Wechselgerüchte um Offensivspieler Amiri hatten zuletzt die Schlagzeilen bestimmt, nachdem er selbst seine sportliche Zukunft trotz Vertrags in Mainz bis 2028 offengelassen hatte. "Grundsätzlich sind wir aber total entspannt, weil wir weder von Nadiem noch von irgendeinem anderen Verein bis jetzt - und das gilt auch für die letzten Transferfenster, wo es auch immer mal ein Thema war - irgendein Signal in die Richtung bekommen haben, dass da eine Veränderung ansteht", sagte Bungert im exklusiven Interview.
Bungert: "Manchmal kommen verrückte Dinge zustande"
Amiri soll Gerüchten zufolge das Interesse des türkischen Meisters Galatasaray Istanbul geweckt haben. In einem DAZN-Interview hatte sich der 29-Jährige dazu jüngst nur ausweichend geäußert. "Ich weiß es nicht", war seine Antwort auf die Frage, ob er beim 1:3 gegen Union Berlin zum letzten Mal ein Heimspiel für die Mainzer bestritten habe. Ein Verhalten, für das Bungert Verständnis hat.
Bundesliga Trotz Vertrag bei Mainz 05: Nadiem Amiri lässt Zukunft offen
Die Wechsel-Gerüchte rund um Mittelfeldspieler Nadiem Amiri reißen nicht ab. Nach der Mainzer 1:3-Niederlage gegen Union Berlin fiel seine Reaktion auffällig knapp aus.
"In der heutigen Zeit zu sagen, man bleibt auf jeden Fall bei einem Verein - das kann man einem Spieler kaum noch entlocken. Manchmal kommen verrückte Dinge zustande, die hat man selber nicht auf dem Schirm", so der Sportdirektor.
Schafft es Amiri in den WM-Kader des DFB?
Von daher sei es "völlig legitim", wie sich Amiri geäußert habe. "Professionell, kann man sagen", meinte der FSV-Funktionär: "Auf der anderen Seite sind wir zufrieden mit ihm, wir haben das Gefühl, er ist sehr zufrieden in Mainz. Ich glaube nicht, dass es da einen akuten Handlungsbedarf gibt."
Amiri, der nach zuletzt starken Leistungen möglicherweise mit der deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko reisen könnte, hat in der abgelaufenen Bundesliga-Saison in 26 Spielen zwölf Tore erzielt und drei weitere Treffer vorbereitet. Sein Marktwert liegt laut transfermarkt.de bei 17 Millionen Euro.
Sano steigerte bei Mainz 05 seinen Marktwert
Noch etwas größer ist das Preisschild bei Kaishu Sano. Der Mainzer Mittelfeldspieler hat seinen Marktwert zuletzt von 20 Millionen auf 25 Millionen Euro angehoben. Eine Entwicklung, die für die Planungen des FSV nicht unwichtig ist. Denn rund um den Bruchweg stellt sich sehr wohl die Frage: Sano halten oder verkaufen?
"Beides ist am Ende okay", sagte Bungert dazu im SWR-Gespräch: "Wir wären nicht unzufrieden, wenn Kaishu nächste Saison bei uns spielt. Auf der anderen Seite müssen wir uns natürlich irgendwann, bei einer gewissen Höhe an Angeboten, Gedanken machen - ob das für uns vielleicht eine größere Chance darstellt, ob wir mit dem Geld dann irgendwelche Dinge anfangen können, die für uns eine Verbesserung darstellen."
Bungert: "Kein Zeichen" bezüglich Sano-Wechsel
Ähnlich wie bei Amiri seien das aber auch bei Sano (Vertrag läuft ebenfalls bis 2028) "Überlegungen, die sich für uns noch überhaupt nicht konkret darstellen, weil wir auch da gerade überhaupt kein Zeichen vom Spieler oder von einem anderen Verein haben".
Nur eines hat der Japaner seinem Mainzer Teamkollegen schon voraus: ein WM-Ticket. Der 25-Jährige steht im 26-Mann-Kader von Nationaltrainer Hajime Moriyasu. Ob Amiri auch an dem Turnier teilnehmen wird, verkündet Bundestrainer Julian Nagelsmann an diesem Donnerstag (21.05.2025).
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